Das moderne Alexandria ist noch heute Spiegelbild seiner
prachtvollen und interessanten Vergangenheit. Die Stadt wurde bereits
im Jahre 331 nach Christus von einem der bekanntesten Männer der
Weltgeschichte gegründet - von Alexander dem Großen. Vor kurzem erst
wurden vor der Küste Alexandrias Überreste des Palastes der Kleopatra
und des Leuchtturm von Pharos gefunden. Letzterer zählte, ebenso wie
die Pyramiden von Gizeh, zu den sieben Weltwundern der Antike.
Doch nicht alle Sehenswürdigkeiten der Vergangenheit liegen auf dem Grund des Mittelmeeres.
Um sich einen historischen Überblick zu verschaffen, ist der Besuch des Griechisch-Römischen Museums in Alexandria durchaus zu empfehlen. Hier befinden sich auch die überaus sehenswerten Wandreliefe von Alexander dem Großen. In der Nähe liegt das römische Amphitheater "Kom el-Dik". Hier sind sogar die Überreste eines wunderschönen Mosaikbodens erhalten. Zu den Highlights bei einer Besichtigungstour durch Alexandria gehört außerdem in jedem Fall auch die Pompejussäule. Das Bauwerk, mit seinen stolzen 27 Metern Höhe, wurde bereits 295 nach Christus erbaut und besteht komplett aus rotem Granit.
In der Antike war Alexandria mit seiner riesigen Bibliothek das geistige Zentrum der Spätantike. Hier lagerte neben 200.000 Manuskripten auch die private Sammlung Kleopatras. Die Bibliothek wurde zwar im Jahre 49 vor Christus durch einen großen Brand zerstört, doch nun wieder aufgebaut. Heute können sich Urlauber in den neu erschaffenen Hallen des Wissens Sammlungen alter Manuskripte und historische Fotos Alexandrias ansehen.
Wer seinen Urlaub in Alexandria verbringt, sollte eventuell auch einen Abstecher in die nähere Umgebung einplanen. Ein beliebtes Ziel sind hier die Wüstenklöster im Wadi Natrun. Sie liegen etwa 120 km südlich der Metropole und sind über die Wüstenautobahn in Richtung Kairo gut zu erreichen. Die Klöster spielten besonders für die koptische Kirche eine große Rolle, da hier 1500 Jahre lang die koptischen Päpste gewählt wurden. Noch heute sind vier der Klöster bewohnt.
Ebenso sehenswert wie die Wüstenklöster ist auch die Oase Siwa. Mit
dem Bus oder dem Auto ist man von Alexandria aus in etwa 6 Stunden
Fahrtzeit am Ziel. Die abgelegene Oase wird wegen ihrer fruchtbaren
Landschaft im Gegensatz zur Wüste auch "Insel der Glückseligen"
genannt. Man kann einfach nicht glauben, dass man sich mitten in der
Wüste befindet: Rund 200 Quellen ermöglichen hier das Wachstum von
Dattelpalmen sowie Oliven-, Orangen- und Zitronenbäumen. Wer noch ein
Souvenir für die Daheimgebliebenen sucht, wird hier bestimmt fündig.
Die traditionsbewussten Berbernachfahren, die hier angesiedelt sind,
verstehen sich vorzüglich auf das Kunsthandwerk. Sie bieten Urlaubern
wunderschönen Silberschmuck und Töpferwaren zum Kauf an.
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