Mons (niederländisch: Bergen, Bevölkerung ca 91.000) ist die Hauptstadt der belgischen Provinz Hennegau.
Der Name der Stadt bedeutet Berge, was schon auf die geografische Gegebenheit in der Stadt schließen lässt. Die Stadt entstand auf einem der fünf Hügel in der Senke des Flusses Henne (frz. Haine). Mons ist seit dem 31. März 1967 Sitz des Europäischen Hauptquartiers der NATO, Shape. 16 km weiter östlich liegt die Stadt Binche, die für ihren Karneval berühmt ist.
Mons ist Geburtsort des Komponisten Orlando di Lasso, dem 1853 ein Denkmal (von Frison) in der Stadt errichtet wurde.
Archäologische Ausgrabungen in den nahegelegenen Feuersteinbrüchen haben ergeben, dass Mons schon während des Neolithikums und in der Eisenzeit bewohnt wurde.
Mons verdankt seinen Ursprung einem Castrum, welches von Cäsar im Kriege gegen die Gallier hier angelegt ward (an der Stelle des jetzigen Belfrieds). In römischer Zeit war Mons ein militärisches Lager neben der Straße von Bavay nach Utrecht.
Wie viele andere europäische Städte entstand das heutige Mons rund um ein Kloster das im frühen Mittelalter gegründet worden war und wurde zu einem ansehnlichen Ort. Da eine solche Siedlung vor Angriffen kaum geschützt war, ließ der Herzog vom Hennegau eine Burg auf der Spitze eines Hügels erbauen. Im 12. Jahrhundert wurde ein 1 km langer Verteidigungswall errichtet. Die Stadt wuchs und der Ort begann sich den Hügel hinunter auszubreiten und eine neue größere Stadtmauer wurde erbaut.
Im niederländischen Befreiungskrieg wurde es 1572 vom Prinzen Ludwig von Nassau genommen, aber noch in demselben Jahr von den Spaniern wiedererobert und sowohl gegen Coligny als gegen den Prinzen von Oranien behauptet. Nachdem es später (1677) vom französischen Marschall Humières schon einmal blockiert worden, wurde es am 8. April 1691 mittels Verrats dem französischen General Vauban in die Hände gespielt, aber im Frieden von Ryswyk 1697 an Spanien zurückgegeben. Im spanischen Erbfolgekrieg geriet Mons abermals in die Hände der Franzosen, ergab sich aber 1709 an die Alliierten und wurde nach dem Frieden von Utrecht 1713 als einer der Barriereplätze von den Holländern besetzt. Nochmals wurde die Stadt am 10. Juli 1746 von den Franzosen unter Conti eingenommen, doch kam sie bald darauf wieder an Österreich zurück. Endlich fiel sie 1792 nach der Schlacht bei Jemappes in die Gewalt der Republik Frankreich. Die damals geschleiften Festungswerke wurden 1818 wiederhergestellt und verstärkt, später jedoch abermals abgetragen.
Während der unterschiedlichen fremden Besetzungen (Burgund, Spanien, Österreich, Frankreich, Holland) wurden die militärische Anlagen verstärkt und modernisiert. Mit der Zeit verschob sich die Stadtgrenze immer mehr, neue Vororte entstanden und 18 benachbarte Dörfer wurden in das heutige Stadtgebiet aufgenommen.
Im Jahr 1887 zählt Mons 25.421 Einwohner, welche sich mit Zucker-, Seifen-, Tabaks-, Spitzen-, Fayence- und Tonpfeifenfabrikation, Woll- und Baumwollspinnerei, Brauerei, Eisengießerei und besonders Steinkohlenbergbau (von den 156 Gruben der Umgegend befanden sich ca. 80 in Betrieb) beschäftigten.
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Waltrudiskirche (Collégiale Sainte-Waudru, erbaut 1460-1589), gotische Kathedrale
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Belfried (Le Beffroi, erbaut 1661-1672 im Stil des Barock), das Wahrzeichen der Stadt
• spätgotisches Rathaus (erbaut 1440-1443)
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