Dänemark ist das kleinste skandinavische Land und besteht aus der Halbinsel Jütland und ca. 470 weiteren Inseln. Im Süden grenzt das Königreich an Deutschland, ansonsten gibt es rund um Dänemark nur natürliche Wassergrenzen. Unter der Oberhoheit des dänischen Könighauses stehen Grönland und die Färöer-Inseln, beide haben jedoch eine eigene Verwaltung.
DK
zwischen 54° 34´ und 57° 45´ nördlicher Breite sowie 8° 05´ und 15° 12´ östlicher Länge
43.094 km²
10% Wald
61% Ackerland
6% Wiesen und Weiden
N - S 350 km
7.314 km
Kopenhagen
Kopenhagen (ca. 1.346.200 Einwohner)
Århus (ca. 209.400 Einwohner)
Odense (ca. 143.000 Einwohner)
Ålborg (ca. 116.500 Einwohner)
Frederiksberg (ca. 88.700 Einwohner)
14 Kreisgemeinden u.a. Jütland, Fünen, Seeland, Lolland-Falster, Bornholm
höchster Berg: Yding Skovho 173 m
größte Insel: Seeland 7104 km²
Dänemark: Frühling, Sommer & Herbst
Grönland: Juni bis Oktober
Disko-Bay-Gebiet: März bis Mai
MEZ (UTC + 1)
März bis Oktober: MEZ + 1 (UTC + 2)
Aktuelle Uhrzeiten finden Sie hier unter www.zeit-online.de
Dänisches Fremdenverkehrsamt, Hamburg
Glockengießerwall 2
20095 Hamburg
Tel: (0 40) 32 02 10 (Mo bis Do 10-16 Uhr, Fr 10-14 Uhr)
Fax: (0 40) 32 02 11 11
Email: daninfo@dt.dk
Homepage: www.visitdenmark.com
Dänisches Tourismusbüro
Danmarks Turistrad, Headoffice, Kopenhagen V
Vesterbrogade 6 D
1620 Kopenhagen V/Dänemark
Tel: (0045) 33 11 14 15
Fax: (0045) 33 93 14 16
Email: dt@dt.dk
Amtssprache ist Dänisch. Viele Dänen sprechen auch Deutsch, Englisch oder Französisch.
Auf den Färöern ist Färöisch Amtssprache, Dänisch Schulpflicht.
1 Dänische Krone = 100 Øre
Aktueller Kurs: www.wechselkurse.de
dkr, DKK (ISO-Code)
Banknoten gibt es im Wert von 1000, 500, 200, 100 und 50 dkr
Münzen in den Nennbeträgen 20, 10, 5, 2 und 1 dkr sowie 50 und 25 Øre
Dänemark
ist Mitglied der Europäischen Union nimmt aber nicht am Eurosystem
teil. Der Wechselkurs der dänischen Krone ist jedoch an den Euro
angebunden, aber nicht festgelegt.
Eurocard,
MasterCard, American Express, Diners Club, Visa und alle anderen
gängigen Kreditkarten werden angenommen. Einzelheiten vom Aussteller
der betreffenden Kreditkarten
Können in
allen Banken und den meisten Hotels umgetauscht werden. Die meisten
Restaurants und Geschäfte nehmen ebenfalls Reiseschecks an.
5.283.000 Einwohner
122.6 Menschen je km²
Post :In den Postämtern hängen Gebührenlisten für den Post- und Telefonverkehr aus
Telegramme:
Öffentliche Telexstellen stehen im Haupttelegrafenamt in Kopenhagen 24
Std. zur Verfügung. Zur telefonischen Telegrammaufgabe wählt man 122.
Internet/E-Mail: Anbieter: Telepassport (www.telepassport.dk) und Business Net Danmark.
Internetcafés findet man in nahezu allen Städten.
Anbieter : Mobilix (GSM 1800; www.mobilix.dk), SONOFON (Dual Band 900/1800), TDK-MOBIL (GSM 900).
220 V, 50 Hz
Nach Deutschland: 0049
Von Deutschland: 0045
Büros: Mo - Fr 8/9 Uhr bis 16/17 Uhr
Banken:
Mo, Di, Mi und Fr 9.30-16 Uhr, Do 9.30-18 Uhr. Die Öffnungszeiten der
Banken können verschieden sein, in Provinzen haben viele von 12-14 Uhr
geschlossen.
Geschäfte: Mo - Do 9-17.30 Uhr, Fr 9-19 Uhr, Sa 9-12/14
Uhr. Bäckereien, Blumengeschäften, Kiosken usw. sind zum teil auch
sonn- und feiertags geöffnet.
Post: Mo - Fr 9/10-17/18 Uhr, Sa 9-12 Uhr
Konstitutionelle Erbmonarchie
Monarch
Evangeliums
Visumfrei. Notwendig: gültiger Reisepass oder Personalausweis
Botschaft des Königreichs Dänemark
mit Konsularabteilung, Berlin
Zuständigkeiten: Bundesrepublik Deutschland
Rauchstraße 1
10787 Berlin
Sprechzeit: Botschaft Mo bis Fr 9-16 Uhr, Konsularabt. Mo bis Fr 9-11 Uhr
Tel: (0 30) 50 50 20 00
Tel. Konsularabt.: (0 30) 50 50 20 80
Fax: (0 30) 50 50 20 50
Email: beramb@um.dk
Homepage: www.daenemark.org
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, Kopenhagen
Stockholmsgade 57
2100 Kopenhagen
Tel: (0045) 35 45 99 00
Tel. Visa-Abt.: (0045) 35 45 99 11 (ab 13.30 Uhr)
Fax: (0045) 35 26 71 05
Die
Halbinsel Jütland bildet das dänische Festland. Sie erstreckt sich etwa
300 km weit von der deutschen Grenze nach Norden. Dünen, Haffs und
Sandbänke schützen die dänische Westküste vor den schweren
Nordseestürmen. Die 406 Inseln liegen in der Ostsee, an die auch
Jütlands östliches Flachland grenzt. Nur 80 dieser Inseln sind bewohnt.
Dänemark erhebt sich im Durchschnitt nur 30 Meter über den
Meeresspiegel.
Die Gletscher der Eiszeiten formten die dänische Landschaft. Ein Endmoränengürtel trennt Ost- und Westjütland.
Das
größte Haff, der Limfjord, durchschneidet Jütland, das nördlich im
sandigen nach Schweden zeigenden Kap Skagen ausläuft. Östlich von
Jütland, abgetrennt durch den kleinen Belt liegt die Insel Fünen, der
sich südöstlich die kleinere Insel Langeland anschließt. Jenseits des
Großen Belts liegt die Insel Seeland, an deren Ostküste sich die
dänische Hauptstadt Kopenhagen befindet. Weitab im Osten liegt die
Granitinsel Bornholm. In Grönland leben mehr als 55.000 Menschen, davon
48.000 Inuit. Die grönländische Hauptstadt ist Nuuk. Seit 1380 war
Grönland dänische Kolonie, seit 1953 Teil Dänemarks.
Die Färöer
(Hauptstadt: Torshavn, Fläche: 1.399 Quadratkilometer, 44.800
Einwohner) waren von 1035 bis 1814 norwegisch. Für das milde, gemäßigte
Klima ist in erster Linie der Golfstrom verantwortlich.
Das
Klima Dänemarks ist von seiner nördlichen Lage (Nähe zu durchziehenden
Tiefdruckgebieten) und vom Golfstrom geprägt: Oft weht ein mäßiger bis
starker Wind, vorzugsweise aus westlichen Richtungen, die Sommer sind
für mitteleuropäische Verhältnisse kühl, die Winter mild, das ganze
Jahr über fällt ausreichend Niederschlag. Die Aufforstung mit
Nadelgehölzen hat die ursprünglichen Laubwälder verdrängt. Die meisten
Anpflanzungen dienen dem Windschutz und dadurch der Verhinderung des
Sandflugs an der Nordsee.
Abgesehen vom Rotwild haben sich in
den Wäldern kaum größere Wildtiere erhalten. Im Gegensatz dazu gibt es
eine artenreiche Vogelwelt. Umweltverschmutzung ist die Hauptursache
für Schädigungen der Tierwelt in Binnen- und Küstengewässern.
In Dänemark sind die Rohstoffe Erdöl, Erdgas, Fisch, Salz und Kalkstein zu finden.
Drei
Weltkulturerbestätten sind in Dänemark zu finden: Grabhügel, Runen und
Kirche von Jelling sowie die Kathedrale von Roskilde und das Schloss
Kronborg bei Helsingør.
Die Amtssprache Dänemarks
ist Dänisch, in Sønderjylland (Nordschleswig) auch Deutsch, auf den
Färöern Färöisch und in Grönland Grönländisch.
Dänisch ist eine nordgermanische Sprache.
Der
dänische Wortschatz enthält viele niederdeutsche Lehnwörter.
Niederdeutsch war die traditionelle lingua franca des Nordens und der
Hanse, zeitweise auch die Sprache der dänischen Könige und des Hofes.
Heute ist Englisch die wichtigste Fremdsprache in Dänemark, aber auch
das Deutsche und Französische haben noch immer einen nicht
unerheblichen Einfluss. Die Mehrheit der Schüler lernt Deutsch.
Die große Mehrheit der Dänen gehört zur staatlich verankerten evangelisch-lutherischen "Folkekirke" (Volkskirche), die in der Reformationszeit bruchlos und unter Beibehaltung vieler Traditionen und Zeremonien aus den katholischen Bistümern des Landes entstand.
Katholiken (Bistum Kopenhagen) (35 000 [0,6 %]) und Muslime sowie Angehörige anderer religiöser Minderheiten sind größtenteils Immigranten.
Dänemark
wurde um 980 von Harald Blauzahn erstmals geeint. Bis weit in das 11.
Jahrhundert wurden die Dänen als Wikinger bezeichnet, welche in ganz
Europa Kolonien gründeten und Handel trieben, aber auch ganze Länder
und Landstriche plünderten und Kriege führten.
Mehrmals in der
Geschichte kontrollierte Dänemark England, Norwegen, Schweden und weite
Teile der Ostseeküsten und Norddeutschlands. Schonen (ein Teil des
heutigen Schwedens) war beispielsweise lange Zeit Teil Dänemarks und
ging erst 1658 an Schweden. Die dänisch-norwegische Personalunion löste
sich durch den Frieden von Kiel 1814 auf, als Norwegen zu Schweden fiel
(bis 1905). Grönland, Island (bis 1944) und die Färöer verblieben
ebenso bei Dänemark wie Dänisch-Westindien (bis 1917). Siehe auch:
Dänische Kolonien.
Die Dänische Nationalbewegung und die
Liberalen begannen in den 1830er Jahren an Macht zu gewinnen, und nach
den europäischen Revolutionen um 1848 (vergleiche Märzrevolution)
etablierte sich Dänemark 1849 zu einer konstitutionellen Monarchie
unter der Linie Glücksburg des Hauses Oldenburg: Es erhielt seine erste
Verfassung. Eine wichtige Rolle spielte in dieser Zeit der bedeutende
dänische Theologe, Pädagoge, Dichter und Politiker N.F.S. Grundtvi.
Nach
dem Zweiten Schleswigschen Krieg 1864 war Dänemark gezwungen,
Schleswig-Holstein an Preußen abzutreten. Hieran erinnert heute noch
die nationale Gedenkstätte bei den Düppeler Schanzen, wo jedes Jahr am
18. April der Jahrestag der verlorenen Entscheidungsschlacht begangen
wird.
Diese Niederlage bewirkte tiefe Einschnitte in der
Entwicklung der nationalen Identität Dänemarks, die Innenpolitik erfuhr
einen Linksruck, die Außenpolitik der Nation nahm einen strikten
Neutralitätskurs an, und behielt diesen bis nach dem Ersten Weltkrieg
bei.
Nach dem Ersten Weltkrieg verschob sich die
deutsch-dänische Grenze erneut, diesmal nach Süden, im Jahre 1920 wurde
ihr genauer und bis heute gültiger Verlauf per Abstimmung festgelegt,
Nordschleswig ging wieder an Dänemark. Als Folge der häufigen
Grenzverschiebung existieren auf beiden Seiten Minderheiten der jeweils
anderen Nationalität mit besonderen Rechten, auf deutscher Seite in
Schleswig-Holstein zum Beispiel ist der Südschleswigsche Wählerverband
(SSW) bei Landtagswahlen von der Fünf-Prozent-Klausel ausgenommen und
regelmäßig im Kieler Landtag vertreten.
Am 9. April 1940 wurde
Dänemark von Deutschland (Operation Weserübung) besetzt und blieb bis
Ende des Zweiten Weltkriegs unter deutscher Besatzung. Der Widerstand
des dänischen Volkes gegen den Holocaust war vorbildlich. Als Protest
gegen die Einführung des Judensterns in Dänemark heftete sich der König
das Abzeichen an die Kleidung und ritt durch das Land. Im Oktober 1943
kam es zu einer beispiellosen Tat: Die Rettung der dänischen Juden
durch das dänische Volk.
Nach dem Krieg war Dänemark
Gründungsmitglied der NATO, und wurde 1973 nach einer Volksabstimmung
Mitglied der Europäischen Gemeinschaft.
1989 hat Dänemark als erstes Land der Welt zivilrechtliche Partnerschaften für Homosexuelle eingeführt.
Dänemark
ist eine parlamentarisch-demokratische Monarchie. Das Staatsoberhaupt,
das jedoch nur repräsentative Funktionen wahrnimmt, ist die Königin
oder der König. Derzeitiges Staatsoberhaupt ist Königin Margrethe II.
Das dänische Parlament, das Folketing, besteht aus 179 Abgeordneten,
die alle vier Jahre gewählt werden. Unter den 179 befinden sich zwei
aus Grönland und zwei von den Färöer-Inseln. Im Folketing sind acht
Parteien vertreten:
• die Liberale Partei (Venstre)
• die Sozialdemokratische Partei (Socialdemokratiet)
• die Dänische Volkspartei (Dansk Folkeparti)
•die Konservative Volkspartei (Det Konservative Folkeparti)
•die Sozialistische Volkspartei (Socialistisk Folkeparti)
• die Sozialliberale Partei (Det Radikale Venstre)
• die Einheitsliste (Enhedslisten)
•die Christdemokratische Partei (Kristendemokraterne)
Die
derzeitige Regierung unter der Leitung von Anders Fogh Rasmussen
besteht aus der liberalen Partei ("Links") und der Konservativen
Volkspartei.
Dänemark wird in 13 Ämter und in 271 Kommunen eingegeteilt. Die 13 Ämter sind:
• Århus Amt,
• Frederiksborgs Amt,
• Fyns Amt (Fünen)
• Københavns Amt (Kopenhagen),
• Nordjyllands Amt (Nordjütland),
• Ribe Amt,
• Ringkjøbing Amt,
• Roskilde Amt,
• Sønderjyllands Amt (Südjütland),
• Storstrøms Amt,
• Vejle Amt,
• Viborg Amt und
• Vestsjællands Amt (Westseeland).
Das
dänische Schienennetz war im Jahr 2000 etwa 2.875 Kilometer lang. Neben
dem staatlichen Eisenbahnunternehmen Danske Statsbaner werden speziell
die Nebenstrecken häufig von Privatbahnen befahren.
Das Land verfügt über vier internationale Flughäfen in Kopenhagen, Billund, Aalborg sowie Århus.
Der Tourismus boomt in Dänemark seit Jahren: 1999 kamen mehr als zwei Millionen Besucher, darunter eine Million Deutsche. Die Einnahmen aus dem Tourismus betrugen in dem Jahr 3,31 Milliarden US-Dollar.
Die
Schulbildung beginnt in Dänemark mit der neunjährigen Volksschule
(Folkeskole), die mit der Abschlussprüfung FSA (Folkeskolens
Afgangsprøve) endet. Eine Trennung der Schüler vor der 9. Klasse findet
nicht statt, es besteht insofern eine neunjährige Gemeinschaftsschule.
Nach der Abschlussprüfung, dieeinem anspruchsvollen Hauptschulabschluss
gleichzusetzen ist, bieten sich den Schülern je nach Eignung mehrere
Wege an.
Zunächst gibt es die Möglichkeit, nach der 9. Klasse
noch ein Jahr auf die Folkeskole zu gehen und die Erweiterte
Abschlussprüfung zu absolvieren (die sog. FSU). Diese entspricht in
etwa dem Realschulabschluss. Da viele Folkeskolen keine 10. Klasse
anbieten, wählen viele Schüler, ein Jahr auf einer sog. Efterskole zu
absolvieren. Dies sind Internate, in dem die Jugendlichen neben den
Fächern der 10. Klasse vor allem soziale, künstlerische, sportliche
oder musikalische Kompetenzen weiter entwickeln sollen, wobei der
Schwerpunkt bei jeder Efterskole anders gelegt wird. Aufgrund der
relativ niedrigen Kosten ist es für praktisch alle Eltern möglich, Ihre
Kinder auf so eine Efterskole zu schicken. Oftmals wird dies gemacht,
wenn man den Schüler noch nicht als reif für das Gymnasium betrachtet.
Weiterführende Schulen nach der Folkeskole sind das Gymnasium, das Handelsgymnasium (HHX) sowie das technische Gymnasium (HTX).
Das
Gymnasium ist mit dem deutschen Gymnasium vergleichbar und endet mit
dem dänischen Abitur, dem sog. Studentereksamen. Vom Niveau und vom
Umfang der Hochschulreife her entspricht das Studentereksamen dem
deutschen Abitur, d.h. es ist mit dem Studentereksamen möglich, alle
Studiengänge in Dänemark zu studieren, wobei es für bestimmte
Studiengänge jedoch erforderlich ist, bestimmte Kurse im Abitur belegt
zu haben. Es gibt am Gymnasium zwei Linien, die sprachliche "sproglig
linie" und die mehr mathematisch-naturwissenschaftlich orientierte
"matematisk linie". Da die mathematische Linie jedoch auch viele
sprachliche Fächer enthält und neben 2 Jahren Englisch auch eine 2.
Fremdsprache über 2 Jahre genommen werden muss, bietet die matematisk
linie praktisch deutlich mehr Möglichkeiten, so dass sie von mehr
Schülern gewählt wird
Der Besuch des Gymnasiums dauert 3 Jahre,
entspricht also der gymnasialen Oberstufe. Je nachdem, ob man nach der
9. oder 10. Klasse aufs Gymnasium geht, dauert es also 12 oder 13 Jahre
bis zum Abitur. Da ein Leistungsunterschied zwischen den Schülern, die
aus der 9.Klasse kommen im Vergleich zu denen, die nach der 10. Klasse
kommen, nicht einwandfrei festgestellt werden kann, ist ein Abitur in
Dänemark insofern nach 12 Jahren problemlos möglich. Es gibt für die
belegten Kurse 3 Niveau-Arten, das A-,B- und C-Niveau. Das A-Niveau
entspricht deutschem Leistungskursniveau, B-Niveau deutschem
Grundkursniveau und C-Niveau einer grundlegenden Einführung. Kurse, die
nur ein Jahr belegt werden, entsprechen dem C-Niveau (Beispielsweise
Musik sowie Kunst), zweijährige Kurse B-Niveau (Beispielsweise Englisch
bei der matematisk linie) und dreijährige Kurse entsprechen dem
A-Niveau. Jeder Schüler muss drei Jahre Geschichte und Dänisch belegen,
so dass diese beiden Kurse automatisch A-Niveau erhalten. Ferner müssen
zusätzlich mindestens zwei, maximal drei andere A-Niveau Fächer
hinzugewählt werden, beispielsweise Physik, Chemie, Mathematik oder
mehrere Sprachen.
Die A-Niveau Fächer werden nach 3 Jahren
schriftlich geprüft, zusätzlich noch 3 mündliche Fächer, wobei die
Fächer ausgelost werden. Ganz Dänemark hat ein Zentralabitur, die
schriftlichen Übungsaufgaben sind insofern in ganz Dänemark identisch.
Die mündlichen Prüfungen werden vom jeweiligen Lehrer abgenommen,
zusätzlich sitzt ein neutraler "Censor" im Raum, der von einer anderen
Schule kommt und gleichberechtigt mit dem Lehrer über die mündliche
Note entscheidet.
Das dänische Notensystem ist auf einer 13
Punkte Skala aufgeteilt, wobei 00 das schlechteste ist und 13 das
beste. Verglichen mit dem deutschen System stellt es sich so da (die
Noten 1,2,4 sowie 12 gibt es nicht): (Dänisch =
Deutsch)(00=6;03,5=5;6=4;7=3-4;8=3;9=2-;10=1-2;11=1;13=1+)
Alle
dänischen Studiengänge unterliegen einem NC, eine Zentralstelle vergibt
die Studienplätze nach dem Notendurchschnitt (sog. Kvote 1 Verfahren).
Ferner wird ein gewisser Prozentsatz der Studienplätze nach
Sozialkriterien vergeben, wobei man hier seine Chancen durch soziale
Arbeit verbessern kann (sog. Kvote 2 Verfahren). Ähnlich wie in
Deutschland sind einige Fächer sehr überlaufen, so dass es schwer ist,
einen Platz zu bekommen (z.B. Medizin, Medienwissenschaften), während
andere Fächer einen sehr niedrigen Schnitt verlangen, so dass dort
jeder Bewerber aufgenommen wird.
Neben dem oben genannten
Studentereksamen gibt es in Dänemark noch zwei andere Examensarten, das
Handelsschulexamen HHX (Højere Handelseksamen) sowie das technische
Abitur HTX. Während ersteres vor allem für jene interessant ist, die
eine Tätigkeit in der Wirtschaft anstreben, ist das HTX vor allem für
Schüler interessant, die später einen Ingenieurberuf anstreben. Jedoch
können diese Berufe auch von Absolventen des Studentereksamens
ergriffen werden, manchmal wird dann jedoch ein längeres
Berufspraktikum verlangt. Das HHX und HTX sind also fachgebundene
Hochschulreifen, die nicht an die Flexibilität des Studentereksamens
heranreichen, dafür jedoch in Ihrem Fachbereich zu einer intensiveren
Vorbildung führen.
Natürlich besteht auch die Möglichkeit, nach
der 9. Klasse statt des Besuchs einer weiterführenden Schule eine Lehre
zu absolvieren. Hierfür gibt es ebenfalls Berufsschulen, bei denen
Theorie und Praxis kombiniert werden.
Das dänische Schulsystem
differenziert daher bis zum Ende der Folkeskole überhaupt nicht, danach
jedoch sehr stark. Oftmals wird der Niveausprung von der Folkeskole zum
Gymnasium als sehr drastisch empfunden, was erklärt, wieso sich viele
Dänen für die 10. Klasse entscheiden. In der öffentlichen Diskussion
wird der Niveauunterschied zwischen der Folkeskole und dem
darauffolgenden Gymnasium oftmals diskutiert, jedoch ist
grundsätzlicher Konsens, dass an der Politik der späten Differenzierung
festgehalten werden soll. Eine frühe Trennung der Schüler wie sie in
Deutschland nach der Grundschule stattfindet, wird abgelehnt.
Weltweit
bekannt ist der Dichter Ludvig Holberg (geboren als Norweger); er
schrieb vornehmlich Komödien und einen satirischen Roman; zudem trat er
als Geschichtsschreiber hervor.
Den bedeutendsten dänischen
Beitrag zur Weltliteratur machten der Märchen-Autor Hans Christian
Andersen, die Schriftstellerin Karen Blixen (in Deutschland unter ihrem
Pseudonym Tania Blixen verlegt) so wie der Nobelpreisträger Johannes
Vilhelm Jensen (Nobelpreis 1944), dessen Roman Kongens Fald erst
kürzlich von einigen dänischen Zeitungen zum (dänischen) Buch des
Jahrhunderts gewählt worden ist.
Weitere Träger des
Literaturnobelpreises aus Dänemark sind Karl Gjellerup und Henrik
Pontoppidan, die sich 1917 den Preis teilten.
Wichtige Impulse für den literarischen Impressionismus gingen von dem Schriftsteller Herman Bang aus.
Obwohl weitgehend eher als Philosoph bekannt, erlangte Søren Kierkegaard auch als hochrangiger Literat großes Ansehen.
In
der Epoche des Stummfilms war Dänemark der größte Filmproduzent nach
den USA, Deutschland und Frankreich. Wenngleich die Position des Landes
auf dem internationalen Filmmarkt mit dem Aufkommen des Tonfilms
zusammenbrach, fanden anspruchsvolle Produktionen weltweit Beachtung.
Vor allem in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts sicherte sich das
dänische Kino durch die Filmbewegung Dogma 95 wieder ihre
Führungsposition auf dem internationalen Filmmarkt. Bekannte dänische
Regisseure sind:
• Carl Theodor Dreyer
• Lars von Trier
• Bille August
• Erik Balling (Die Olsenbande)
Ausländische Filme werden in Dänemark nicht synchronisiert sondern lediglich mit Untertiteln versehen. Einzige Ausnahme bilden Kinderfilme.
• Thulla
• Eivør Pálsdóttir
• Kim Larsen
• Anne Linnet
• Hanne Boel
• Hans Groß
• TV2
• Sorten Muld
• Shu-Bi-Dua
• Cope Records
Einer der berühmtesten Exportartikel Dänemarks ist der Legostein, welcher Anfang des 20. Jahrhunderts von einem dänischen Zimmermann erfunden wurde.
Dänemark ist bekannt als ein kleines
"hyggeliges" (= gemütliches) Königreich auf vielen Inseln, mit kleinen
Städten und Dörfern. Sogar die größeren Städte sind klein (Ausnahme
Kopenhagen). Besuchenswert sind Odense, Fünen, Århus, Aalborg, Skagen -
der nördlichste Punkt Dänemarks, Helsingør, die Insel Bornholm, die
Steilküste von Møns Klint und, natürlich, Dänemarks schöne Küste mit
langen weißen Stränden an der Nordsee und der Ostsee.
Eine Welt für sich ist die Inselwelt der dänischen Südsee mit "Juwelen" wie der Insel Ærø.
Eine eigene Reise ist Kopenhagen wert mit seinen Schlössern, Wachwechseln, dem Tivoli-Park, mit dem Wahrzeichen Die kleine Meerjungfrau, und mit seiner neuen Brücke über den Öresund nach Schweden.
Dänemarkbesucher sollten einheimisches Bier probieren (Carlsberg, Tuborg oder Faxe), die typischen roten Würstchen (Pølser), das Nationalgericht Smørrebrød und viele bekannte Fischgerichte.
Weiterführende Links: