Das Inselreich von Großbritannien liegt vor der atlantischen Nordküste Europas und wird im Westen wie auch im Norden vom Atlantischen Ozean umringt. Großbritannien bildet eine Union aus England, Schottland, Wales und Nordirland. Im Osten grenzt die Nordsee und im Süden „The Cannel“ an England.
GB
2º O - 8º W
49º N - 62º S
244.100 km²
12.429 km
London
London (ca. 7.007.100 Einwohner)
Birmingham (ca. 1.017.500 Einwohner)
Leeds (ca. 725000 Einwohner)
Glasgow (ca. 674.800 Einwohner)
Sheffield (ca. 528.500 Einwohner)
Bradford (ca. 482.700 Einwohner)
Liverpool (ca. 470.800 Einwohner)
Edinburgh (ca. 447.600 Einwohner)
Manchester (ca. 432.600 Einwohner)
Bristol (ca. 400.700 Einwohner)
47 Gemeinden mit Selbstverwaltung: Barnsley, Blackburn with Darwen, Blackpool, Bolton, Bournemouth, Bracknell Forest, Brighton and Hove, Bury, Calderdale, Darlington, Doncaster, Dudley, Gateshead, Halton, Hartlepool, Kirklees, Knowsley, Luton, Middlesbrough, Milton Keynes, Medway, North Tyneside, Oldham, Poole, Reading, Redcar and Cleveland, Rochdale, Rotherham, Sandwell, Sefton, Slough, Solihull,Southend-on-Sea, South Tyneside, St. Helens, Stockport,Stockton-on-Tees,Swindon, Tameside, Thurrock, Torbay, Trafford, Walsall, Warrington, Wigan, Wirral, Wolverhampton
26 Grafschaften: Bedfordshire, Buckinghamshire, Cambridgeshire, Cheshire, Cornwall, Cumbria, Derbyshire, Devon, Dorset, Durham, East Sussex, Essex, Gloucestershire, Hampshire, Herefordshire, Hertfordshire, Isle of Wight, Kent, Lancashire, Leicestershire, Lincolnshire, Norfolk, Northamptonshire, Northumberland, North Yorkshire,Nottinghamshire, Oxfordshire, Shropshire, Somerset, Staffordshire, Suffolk, Surrey, Warwickshire, West Sussex, Wiltshire, Worcestershire)
29 selbstständige Stadtteile in London: Barking and Dagenham, Barnet, Bexley, Brent, Bromley, Camden,Croydon, Ealing, Enfield, Greenwich, Hackney, Hammersmith and Fulham, Haringey, Harrow, Havering, Hillingdon, Hounslow, Islington, Lambeth, Lewisham, Merton, Newham, Redbridge, Richmond upon Thames, Southwark, Sutton, Tower Hamlets, Waltham Forest, Wandsworth
12 Städte mit Selbstverwaltung: Birmingham, Bradford, Coventry, Leeds, Liverpool, Manchester, Newcastle upon Tyne, Salford, Sheffield, Sunderland, Wakefield, Westminster
10 Regionen: Bath and North East Somerset, East Riding of Yorkshire, North East Lincolnshire, North Lincolnshire, North Somerset, Rutland, South Gloucestershire, Telford and Wrekin, West Berkshire, Wokingham
12 Städte:City of Bristol, Derby, City of Kingston upon Hull, Leicester, City of London, Nottingham, Peterborough, Plymouth, Portsmouth, Southampton, Stoke-on-Trent, York
3 königliche Gemeinden: Kensington and Chelsea, Kingston upon Thames, Windsor and Maidenhead
höchster Berg: Ben Nevis 1344 m
tiefster Punkt: Holme Fen (The Fens) 3 m
längster Fluß: Themse 340 km
April bis Mai & September bis Oktober
MEZ - 1 (UTC)
März bis Oktober: MEZ (UTC + 1)
Aktuelle Uhrzeiten finden Sie hier unter www.zeit-online.de
VisitBritain
Branchen Service, Berlin
Hackescher Markt 1
10178 Berlin
Tel: (0 30) 315 71 90
(telefon. Sprechzeiten Mo bis Do 10-17 Uhr, Fr 10-13 Uhr)
Fax: (0 30) 31 57 19 10
Email: gb-reisebranche@visitbritain.org
Homepage: www.visitbritain.com/de
Tourism Ireland, Frankfurt/M.
Gutleutstraße 32
60329 Frankfurt/M.
Tel. für die Reisebranche: (0 69) 923 18 50
Tel. für Privatkunden/Broschürenbestellung: (0 69) 66 80 09 50
Fax: (0 69) 92 31 85 88
Email: info@irland-ferien.de
Homepage: www.irland-ferien.de
Britain Visitor Centre, London
1 Lower Regent Street, Piccadilly Circus
London
SW1Y 4XT/Großbritannien
Sprechzeit: Mo bis Fr 9-18.30 Uhr, Sa + So 10-16 Uhr (keine telefonische Beratung)
Amtssprache ist Englisch. In Teilen von Wales wird auch noch Walisisch (Cymric) gesprochen, genauso wie in Teilen Schottlands und Nordirlands die Gälische Sprache (Gaelic) noch zu hören ist. Auf den Kanalinseln gibt es vereinzelt noch französische Dialekte und viele ethnische Minderheiten sprechen in Großbritannien noch ihre eigene Sprache wie z.B. Griechisch, Hindi oder Mandarin.
1 Pfund (Pound) = 100 Pence.
Aktueller Kurs: www.wechselkurse.de
£, GBP (ISO-Code)
Banknoten gibt es in den Nennbeträgen 100, 50, 20, 10 und 5 £. In Schottland gibt es zusätzliche Banknoten, die landesweit akzeptiert werden.
Münzen gibt es in den Nennbeträgen 2 und 1 £ sowie 50, 20, 10, 5, 2 und 1 Pence.
Großbritannien ist Mitglied der Europäischen Union nimmt aber nicht am Eurosystem teil. Der Wechselkurs des englischen Pfund ist jedoch an den Euro angebunden, aber nicht festgelegt.
Eurocard, MasterCard, American Express, Diners Club und Visa werden akzeptiert.
Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Werden meistens akzeptiert und sollten in Pfund ausgestellt sein.
59.200.000 Einwohner
243.7 Menschen je km²
Post: Briefe ins europäische Ausland benötigen ca. 2-5 Tage. Briefmarken sind auf Postämtern, aus Automaten und in Zeitungsläden erhältlich.
Telegramme: Telemessages (Auslieferung am nächsten Tag) können per Telefon oder auf einigen Postämtern aufgegeben werden. Weitere Informationen unter Tel: (0800) 19 01 90 (gebührenfrei)
Internet/E-Mail: Hauptanbieter: Freeserve, AOL, BT Internet , und Cable and Wireless. Internetcafés gibt es in den meisten Städten und deren Umgebung. Zunehmend sind auch mehr Multimediatelefonzellen zu finden, von denen aus man E-Mails und SMS verschicken kann.
Mobiltelefon: GSM 900/1800. Mobilfunkgesellschaften: BT Cellnet , Orange , Vodafone (www.vodafone.co.uk) und T-Mobile
240 V, 50 Hz. Dreipolstecker. Adapter erforderlich.
Nach Deutschland: 0049
Von Deutschland: 0044
Geschäfte: große Warenhäuser: Mo bis Sa 9-17.30 Uhr, Do und Fr auch bis 19/20 Uhr, kleine Läden und Warenhäuser haben teilweise auch sonntags geöffnet
Büros: Mo bis Fr 9-17 Uhr (Mittagspause von etwa 13-14 Uhr)
Banken: Mo bis Fr 9.30-16.30 Uhr, einige große Banken haben auch samstags geöffnet
Post: Mo bis Fr 9-17.30 Uhr, Sa 9-13 Uhr
Parlamentarische Monarchie
Monarchie
Anglikanische Kirche
Visumfrei. Notwendig: Gültiger Reisepass oder Personalausweis
Botschaft des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland
mit Konsularabteilung, Berlin
Zuständigkeiten: Bundesrepublik Deutschland
Wilhelmstraße 70-71
10117 Berlin
Sprechzeit: Mo bis Fr 9-12, 14-16 Uhr
Tel: (0 30) 20 45 70
Tel. Konsularabt.: (0 30) 20 45 75 62/63
Fax: (0 30) 20 45 75 76
Fax Konsularabt.: (0 30) 20 45 75 79
Email: info@britischebotschaft.de
Homepage: www.britischebotschaft.de
Embassy of the Federal Republic of Germany, London
23 Belgrave Square
London
SW1X 8PZ/Großbritannien
Tel: (0044 20) 78 24 13 00
Fax: (0044 20) 78 24 14 35
Fax Pass- und Visastelle: (0044 20) 78 24 14 49
England ist das größte und am dichtesten besiedelte Gebiet des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland.
Fälschlicherweise wird England oft als Synonym für das Vereinigte Königreich oder Großbritannien gebraucht.
England umfasst die südliche Hälfte der Insel Großbritannien, grenzt im Norden an Schottland und im Westen an Wales und die Irische See. Im Osten grenzt England an die Nordsee, im Süden liegt England am Ärmelkanal.
Die Regierung des Königreichs hat ihren Sitz in der englischen Hauptstadt London. Ebenso die königliche Familie. England hat - im Gegensatz zu Schottland, Wales oder Nordirland - kein Landesparlament oder eine Landesregierung. Deren Aufgaben werden von dem Parlament und der Regierung des Vereinigten Königreiches wahrgenommen. Dabei ist heute üblich, dass sich bei Abstimmungen im Parlament, die nur England betreffen, die Abgeordneten der anderen Landesteile ihrer Stimme enthalten. Jedoch ist in Planung, England in verschiedene administrative Regionen mit eigener Verwaltung aufzuteilen (Devolution).
Der Name England bezieht sich auf den größten und bevölkerungsreichsten Teil der drei Hauptteile - neben Schottland und Wales - von Großbritannien und stammt aus der Zeit nach der Einwanderung der Angelsachsen. Das Gebiet von England wurde im 10. Jahrhundert politisch vereinigt. Nach der Besteigung des englischen Throns durch Jakob VI. von Schottland im Jahr 1603 wird es immer schwieriger, zwischen englischer und britischer Geschichte zu unterscheiden.
Nach den Römern, die die Inseln zum größten Teil zu Beginn des 5. Jahrhunderts verlassen hatten, um sich mehr auf die Schwierigkeiten im Kerngebiet des Imperiums zu konzentrieren, wurde das, was heute England ist, in vielen Wellen von Angeln, Sachsen, Jüten und Friesen besiedelt, die teilweise aus ihrer Heimat, dem Kontinent, verdrängt worden waren. Die einstige Bevölkerung, die Kelten, wurde immer weiter westwärts und nordwärts gedrängt. Die Eroberung/Besiedlung von England ist als die sächsische Eroberung oder auch die angelsächsische Besiedlung (auch wenn "Besiedlung" hier nicht immer gewaltlos einschloss) bekannt.
In der entscheidenden Schlacht von Deorham 577 wurden die cornischen Kelten von den walisischen durch die Sachsen aufgespalten.
Nachfolgend bildeten sich sieben Königreiche (Heptarchie):
• Essex
• Sussex
• Wessex
• Kent
• East Anglia
• Mercia
• Northumbrien
Wobei die ersten drei von den Sachsen gegründet wurden (Sex = Sachse), die letzten drei von den Angeln. Kent war eine jütische Gründung.
Beginnend mit dem Raubzug 793 auf das Kloster Lindisfarne folgten viele weitere Raubzüge der Wikinger auf England. Zuerst gab es nur Plünderungen, später aber begannen die Wikinger auch, in England zu siedeln und Handel zu treiben. Heute gibt es noch viele Spuren der Wikinger in England; es gibt zum Beispiel noch viele Wörter in der englischen Sprache. Die Gemeinsamkeiten der alten Englischen Sprache und der alten nordischen Sprache führte zu großem Austausch. York hatte eine Wikingersiedlung, die damals Jorvik genannt wurde.
Alfred der Große trat der dänischen Bedrohung entgegen und konnte ein großes dänisches Heer bei Eddington im Jahre 878 schlagen. Er nahm schließlich London ein und gab dem Reich damit ein Zentrum, während sich zum ersten Mal ein englisches Nationalbewußtsein bemerkbar machte.
Alfreds Nachfolger schufen ein Verwaltungssystem, bei dem als Kronbeamte Sheriffs an der Spitze einer Grafschaft, eines Shire, standen, wobei mehrere Grafschaften zu einem Earldom zusammengefasst wurden, das einem Earl unterstand. König Æthelstan konnte 936 die Cornish aus Exeter vertreiben und zog eine Linie am Außenrand seines Königreiches, Wessex, am Fluss Tamar. Er nannte sich Rex totius Britanniae, konnte Wales und Schottland aber nur unter eine lose Oberhoheit bringen. Dagegen eroberte er Northumbria dauerhaft. Seine Urkunden nach 930 wurden von einer einzigen Kanzlei in Winchester hergestellt, was auf eine Art Hauptstadt seines Königreiches schließen lässt.
König Aethelred führte auf Anraten des Erzbischofs Sigeric von Canterbury und seiner Großen als erster mittelalterlicher Herrscher eine allgemeine Steuer, das Danegeld, ein, um 991 nach der verlorenen Schlacht von Maldon in Essex 10.000 Pfund (3.732 kg) Silber Tribut an die Wikinger zu zahlen., um ihren Abzug zu erkaufen. 1002 heiratete er die normannische Herzogstochter Emma in Erwartung normannischer Unterstützung gegen die Wikinger. Damit legte er einen Grundstein für die spätere normannische Eroberung Englands. Er floh 1013 vor Sven Gabelbart in die Normandie und starb 1016.
Sein Nachfolger wurde der Däne Knut der Große, der England und Dänemark in Personalunion regierte. Er heiratete die Witwe Aethelreds und konvertierte zum Christentum. 1028 eroberte er Norwegen. Dessen Christianisierung begann mit angelsächsischen Priestern.
Mit Eduard dem Bekenner (1042 bis 1066) übernahm dann wieder ein Angelsachse den englischen Thron. Doch hatte er bis zu seinem 38. Lebensjahr in der Normandie gelebt und bevorzugte normannische Adlige an seinem Hof. Dies führte zu einem Konflikt mit seinem Schwiegervater Godwin von Wessex In manchem bereitete er die Herrschaftsorganisation vor, die die normannischen Könige dann durchsetzen sollten, insbesondere mit der direkten königlichen Einsetzung von Klerikern auf Verwaltungsposten und Bischofsstühle nach dem Vorbild des ottonischen Reichskirchensystems.
Harold Godwinson erreichte, dass Eduard ihn zu seinem Nachfolger bestimmte. Doch unterlag er noch im Jahr seiner Thronfolge (1066) in der Schlacht von Hastings Wilhelm von der Normandie bei dessen Eroberung Englands.
Dieser Sieg Wilhelms I. von England oder auch Wilhelms des Eroberers führte zur Einführung des effektiven Lehnssystems der Normannen. Wilhelm befahl die Erstellung des Domesday-Buches, welches die Erfassung von Steuern der gesamten Bevölkerung, ihrer Ländereien und Besitztümer regelte.
Das englische Mittelalter war von vielen Bürgerkriegen, internationalen Kriegen, gelegentlichem Aufruhr und umfassenden politischen Intrigen in der Aristokratie und der königlichen Oberschicht gekennzeichnet.
Heinrich I., auch bekannt als Heinrich Beauclerc, arbeitete hart für Reformen, stabilisierte das Land und glättete die Wogen zwischen der angelsächsischen und normannischen Gesellschaftsschicht. Der Verlust seines Sohnes Wilhelm 1120 sollte seine Reformen untergraben. Das Problem der Erbfolge warf lange einen Schatten über die englische Geschichte.
Der Herrschaft von Stephan I. (1135-1154) folgte ein größerer Wechsel des Gleichgewichts der Mächte in Richtung der feudalen Barone, und England versank in Bürgerkrieg und Gesetzlosigkeit. Bei dem Versuch, die schottischen und walisischen Räuber an den jeweiligen Grenzen zu beschwichtigen, gab er große Gebiete seines Landes ab. Darüber hinaus führte der Konflikt mit seiner Cousine, der Kaiserin Matilda, der er früher eine Anerkennung als Erbin versprochen hatte, zu seinem Ende: sie wartete ihre Zeit in Frankreich ab und drang im Herbst 1139 mit ihrem Ehemann Geoffrey von Anjou und ihrem Halbbruder Robert, Graf von Glocester in England ein.
Stephan wurde gefangen genommen und seine Regierung abgesetzt. Matilda erklärte sich zur Königin, zerstritt sich aber sehr schnell mit der Bevölkerung und wurde aus London vertrieben. Aufstände und Bürgerkrieg dauerten an, bis Matilda 1148 nach Frankreich zurückkehrte. Stephan konnte bis zu seinem Tod 1154 ungehindert weiter regieren, weil er 1153 eine Übereinkunft mit Heinrich von Anjou, dem späteren Heinrich II. von England, getroffen hatte, die diesem die Nachfolge zusicherte. Heinrich II. aus dem Haus Anjou-Plantagenet begründete das Angevinische Reich. Unter seiner Herrschaft erstarkte das Königtum wieder auch im Verhältnis zur Kirche. Die Zentralgewalt konnte sich wieder gegenüber partikulären Interessen durchsetzen.
Das änderte sich unter Johann I. (England). Als dieser mit der Schlacht von Bouvines (1214) einen großen Teil seiner Festlandsbesitzungen verlor, trotzte ihm der Adel eine Reihe von Zugeständnissen ab, die in der Magna Carta von 1215 festgelegt sind.
Auf die Regierungspraxis wirkte sich diese Carta freilich erst unter Heinrich III. stärker aus, weil dieser nach der Eroberung Londons durch die Franzosen entscheidende Unterstützung durch den Adel erhalten hatte und diesen daher stärker in seine Regierungsentscheidungen einbezog.
Der Anspruch Eduards III. auf den französischen Thron war der Auslöser für den Hundertjährigen Krieg, der offiziell 1453 ein Ende fand. Der Konflikt verlief in mehreren Phasen, mit bedeutenden Kampfhandlungen wie der Schlacht von Crécy und der Schlacht von Agincourt. Allerdings belastete er den Staatshaushalt, während die Beulenpest, die sich in ganz Europa ausbreitete, England 1349 erreichte und etwa ein Drittel der Bevölkerung tötete. Die schließlich eintretenden Mißerfolge im Hundertjährigen Krieg waren mit ein Grund für die Rosenkriege: ein sich über Jahrzehnte hinziehender Konflikt zwischen dem Haus von Lancaster und dem Haus von York um die Krone. Dieser endete mit dem Sieg von Heinrich Tudor, Heinrich VII., in der Schlacht von Bosworth Field 1485, als der Yorkist Richard III. erschlagen wurde und die Erbfolge dem Haus Tudor gesichert wurde.
Zuvor wurde die endgültige Niederlage der Aufständischen unter der Führung des walisischen Prinzen Owen Glendower 1412 von Prinz Heinrich (dem späteren Heinrich V. besiegelt. Dieser Versuch, die englische Herrschaft abzuschütteln, war die letzte größere Erhebung der Waliser.
1497 führte Michael An Gog cornische Rebellen in einem Marsch auf London. In einem Kampf am Fluss Ravensbourne in der Schlacht von Deptford Bridge, kämpften An Gog und seine Männer am 17. Juni 1497 für die Unabhängigkeit von Cornwall, wurden aber besiegt. Dieser Kampf war die letzte größere Rebellion bis zum Bürgerkrieg.
König Heinrich VIII. überwarf sich mit der Katholischen Kirche wegen seiner Scheidung von Katharina von Aragon. Obwohl seine religiöse Position nicht unbedingt protestantisch war, resultierte das Schisma in der endgültigen Abwendung Englands von der römischen Kirche. Ein bemerkenswertes Opfer des Schismas war Heinrichs Kanzler Thomas Morus. Es folgte eine Zeit großer religiöser und politischer Unruhe, die zur Reformation führte, der königlichen Zwangsenteignung von Klöstern und Reichtümern der Kirchen.
Heinrichs Töchter, Maria I. und Elisabeth I., bekannten sich zu gänzlich unterschiedlichen Positionen. Ihre Regentschaften (besonders die Marias) waren bezeichnende Zeiträume religiöser Verfolgungen. Die katholische Maria war mit Philipp II. vom ebenfalls streng katholischen Spanien verheiratet. Sie wurde 1553 gekrönt. Ihre entschlossenen Versuche, den Protestantismus nach ihrem Amtsantritt zu unterdrücken, brachten ihr den Beinamen "Bloody Mary" ein.
Das Luxusgesetz diktierte, welche Farbe und welches Aussehen Kleidung haben durfte, aber auch welche Hunderassen gehalten werden durften. Dies war ein einfacher Weg, Rang und Privilegien zu unterscheiden. Einzelpersonen, die nicht Mitglieder des Königshauses waren, war es unter Androhung der Todesstrafe nicht erlaubt, das "Königliche Purpur" zu tragen.
Unter der folgenden Herrschaft von Elisabeth I. erlebte England einen wirtschaftlichen Aufschwung. Dies war eine Zeit von bedeutsamer kolonialer Expansion der Engländer, die oft mit Spanien in Konflikt kamen, die ihren Einfluss in der Welt ebenfalls stark ausbauten. Die Beziehungen zu Spanien wurden weiterhin nachteilig durch die Unterstützung von Freibeuterei und Angriffen auf spanische Forts beeinflusst. Auch die grundlegende Konfliktfrage der Religion beeinflusste die Beziehungen, da Elisabeth offiziell den Protestantismus durch Verabschiedung der Suprematsakte von 1599 wieder eingeführt hatte. Die Spanier versuchten 1588 eine Invasion in England, aber die vom Unglück verfolgte Spanische Armada wurde durch eine Kombination herausragender englischer Seegefechte unter der Führung von Sir Francis Drake und schlechtem Wetter besiegt.
Von 1649-1659 bestand in England unter Oliver Cromwell (von 1649-1658 Regierungschef; ab 1653 Lordprotector des Commonwealth) und seinem Sohn Richard Cromwell das Commonwealth of England. In dieser Zeit hatte England zum bisher einzigen Male eine niedergeschriebene Verfassung und stieg weiter zur Weltmacht auf (siehe auch Navigationsakte. Jedoch gab es während dieser Zeit auch zahlreiche Diskriminierungen vor allem gegen Katholiken. Des Weiteren führte Oliver Cromwell während seiner Zeit als Lordprotector Kriege unter anderem gegen die Niederlande, sowie gegen Spanien. Nachdem sein Sohn Richard Cromwell 1658 in die Fußstapfen seines Vaters trat, stellte sich heraus, dass dieser seiner Aufgabe nicht gewachsen war. Er wurde vertrieben und Karl II. übernahm seinen Platz. Des Weiteren stellte Karl II. die Zustände von 1642 wieder her.
Die Absetzung des katholischen Königs Jakob II. durch den niederländischen Protestanten Wilhelm von Oranien durch das englische Parlament führte zu einer Reihe von Aufständen, der Jakobiten-Rebellion, die bis in die Mitte des 18. Jahrhundert anhielt. Der englische König wurde nachdem er die Bill of rights unterschrieb vom Parlament legitimiert seine Regierungsgeschäfte zu führen. Der König war also nicht mehr wie in anderen europäischen Staaten von Gottes Gnaden legitimiert, sondern direkt vom "Volk". Der Begriff "Gloreiche Revolution" rührt daher, dass der vorherige Systemwechsel durch Cromwell (Enthauptung Karl I. 1649) blutig war und der Wechsel vom Commonwealth of England zurück zur Monarchie ein unblutiger Systemwechsel war. Nach der normalen Definition von Revolution war die Gloreiche Revolution sicher keine, das einzige was sich änderte war das Verhältnis zwischen König und Parlament, wobei das Parlament an Macht gewann.
Seit der Vereinigung Schottlands mit England unter dem Act of Union sah sich Schottland mit England und Wales (Wales war schon 1536 durch Heinrich VIII. aufgenommen worden) zum Vereinigten Königreich zusammengeschlossen. Das war kein harmonischer Prozess, Schottland hatte vor dem ökonomischen Druck der Engländer kapituliert. Dieser Ablauf wurde durch die politischen Eigeninteressen der englischen Marionetten John Campbell, dem zweiten Herzog von Argyll, und James Douglas, dem zweiten Herzog von Queensberry, beschleunigt.
1800 wurde Irland formell in die britische Politik aufgenommen, was sich in dem neuen Staat "Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland"widerspiegelte und England, Wales, Irland und Schottland vereinte.
Während des frühen 19. Jahrhunderts begann die Arbeiterklassen eine Stimme zu finden. Die Parlamentsreform von 1834 trug den Bevölkerungsverschiebungen der Industriellen Revolution Rechnung und beseitigte die "rotten boroughs". Mit der Zeit bildeten sich Gilden und Unionen, die, obwohl zuerst unterdrückt, mit der Zeit immer mächtiger wurden, um zu überleben. Die Revolutionen, die während der 1840er Jahre durch Europa fegten, betrafen England gar nicht und Königin Victorias Herrschaft war größtenteils ruhig, bis auf die größeren Unterschiede im Lebensstandard zwischen den wenigen Reichen und vielen Armen im Land.
Der Englisch-Irische Vertrag von 1921 war der Grundstock für den Irischen Freistaat, heute die Republik von Irland, als eigenständige Nation. Nordirland blieb Teil des Vereinigten Königreichs und der offizielle Name änderte sich in "Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland".
Staatskirche Englands ist die anglikanische Church of England. Nichtanglikanische Protestanten nennt man Nonkonformisten. Ihre Kirchen waren vor allem im Südwesten und in den nordenglischen Industriegebieten stark, ihre Anhängerschaft sinkt jedoch seit dem 1. Weltkrieg stetig. Der Katholizismus war nach der Reformation fast verschwunden. Seit etwa 1840 nahm die Zahl der Katholiken wieder zu, vor allem durch die Zuwanderung aus Irland und Kontinentaleuropa sowie durch Konversionen. Stark vertreten sind die Katholiken in Liverpool und Manchester. Die jüdische Bevölkerung nimmt seit Jahrzehnten ab. Neben London gibt es heute noch in Manchester, Leeds, Brighton und Hertfordshire stärkere Gemeinden. Durch Zuwanderung aus Südasien leben heute in den meisten Ballungsgebieten starke Minderheiten von Muslimen, Hindus und Sikhs.
Diese 39 historischen Grafschaften bestehen seit dem hohen Mittelalter. In ihrer Funktion als Verwaltungsbezirke sind sie seit Mitte des 20. Jahrhunderts mehrmals neu gegliedert worden, jedoch bestehen die historischen Grafschaften im Bewusstsein der Bevölkerung weithin fort. Größere Städte galten als Teil der Grafschaften wurden jedoch als Boroughs eigenständig verwaltet.
Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde die Verwaltungsgliederung teilweise den neu entstandenen Ballungsgebieten angepasst. Dadurch veränderten sich auch die Grenzen der oben genannten 39 (historischen) Grafschaften (Counties). So wurde z.B. 1965 die Verwaltungseinheit Greater London eingerichtet. 1974 entstanden 6 Metropolitan Counties und die so genannten Non-Metropolitain Counties, darunter auch einige kleinere neue Grafschaften wie Avon, Humberside und Cleveland, die jedoch in den 1990er Jahren zum Teil wieder aufgelöst wurden (so auch Rutland oder Westmorland). Die Counties untergliedern sich in Bezirke (Metropolitain Districts bzw. Districts), die aufgrund ihrer Aufgabenstellung etwa den Stadtverwaltungen Deutschlands entsprechen. Diese Distrikte bestehen meist aus einer Vielzahl von Städten und kleineren Siedlungen, die jedoch keine eigene Verwaltung haben. Man spricht von einer "zweistufigen Verwaltung" (1. Stufe Grafschaften; 2. Stufe Districs) 1986 wurden die Grafschaftsräte bzw. -verwaltungen der Metropolitain Counties aufgelöst. Ihre Aufgaben wurden an die untergliederten Metropolitain Districts delegiert, so dass diese alle Aufgaben der Grafschaften und der Districs erledigen ("einstufige Verwaltung"). In ihrer Funktion können die Metropolitain Districts seither als "Unitary Authorities" bezeichnet werden. Dennoch wurde die Bezeichnungen der 6 Metropolitain Counties beibehalten und ist seither aber nur noch für die Beschreibung der geografischen Lage bzw. für statistische Zwecke von Bedeutung. Zahlreiche Non-Metropoltain Distrikts wurden Mitte der 1990er Jahre als Unitary Authorities aus den Grafschaften ausgegliedert. Sie erledigen seither die Verwaltungseinheiten der Grafschaften mit und sind somit den Metropolitain Districts vergleichbar.
Die Grafschaften und Unitary Authorities Englands sind heute zu 9 Regionen zusammen gefasst. Zur Untergliederung der Regionen und Grafschaften siehe Verwaltungsgliederung Englands und Verwaltungsgrafschaften Englands.
In der englischen Sprache macht man einen Unterschied zwischen den Begriffen City und Town, was, ins Deutsche übersetzt, beides "Stadt" bedeutet.
Das Recht, als "City" bezeichnet zu werden, besiegelt eine königliche Ernennungsurkunde, die so genannte Royal Charter. Meist orientierte man sich dabei daran, ob die betreffende Ansiedlung eine Kathedrale besitzt. Während beispielsweise das kleine Hereford mit nicht einmal 60.000 Einwohnern eine "City" darstellt, ist Stockport mit seinen 285.000 Einwohnern "Town".
Die folgende Liste der "Großstädte" Englands beinhaltet auch die so genannten Metropolitan Boroughs. Manche dieser einzelnen Verwaltungsbezirke bestehen aus mehren Städten ("Town" oder "City"). So besteht der Metropolitan Borough Salford aus der City of Salford und anderen Städten, die man als "Town" bezeichnet, während der Metropolitan Borough Manchester lediglich aus der City of Manchester besteht.Diese Metropolitan Boroughs sind einstufige Verwaltungseinheiten, die man mit unseren kreisfreien Städten vergleichen kann.
Metropolitan Boroughs fasst man in England zu Metropolitan Counties zusammen, die allerdings als Gebietskörperschaften keine Rolle mehr spielen. (Mehr dazu siehe: Verwaltungsgliederung Englands).
Die größten städtischen Verwaltungsbezirke in England mit mehr als 200 000 Einwohner (gemäß dem UK Census 2001 in tausend) sind:
• London (7 172)
• Birmingham (977)
• Leeds (715)
• Sheffield (513)
• Bradford (468)
• Liverpool (439)
• Manchester (393)
• Kirklees (389)
• Bristol (381)
• Wakefield (315)
• Wirral (312)
• Dudley (305)
• Wigan (301)
• Coventry (301)
• Doncaster (287)
• Stockport (285)
• Sefton (283)
• Sandwell (283)
• Sunderland (281)
• Leicester (279)
• Nottingham (266)
• Bolton (261)
• Newcastle-upon-Tyne (260)
• Walsall (253)
• Rotherham (248)
• Kingston upon Hull (244)
• Stoke-on-Trent (241)
• Plymouth (240)
• Wolverhampton (237)
• Derby (222)
• Barnsley (218)
• Southampton (217)
• Oldham (217)
• Salford (216)
• Tameside (213)
• Trafford (210)
• Milton Keynes (210)
• Rochdale (205)
• Solihull (200)