Jordanien ist ein kleines arabisches Königreich und grenzt im Westen an Israel, im Norden an Syrien, an den Irak im Nordosten und an Saudi-Arabien im Osten und Süden. Eine kurze Küste im entlegenen Südwesten bildet seinen Ausgang zum Golf von Akaba, ins Rote Meer.
JOR
zwischen 29° 10´ und 33° 20´ nördlicher Breite sowie 35° und 39° 18´ östlicher Länge
88.582 km²
1% Wald
4% Ackerland
8% Weiden
N - S 400 km
W - O 340 km
26 km
Amman
Amman (ca. 963.500 Einwohner)
Az-Zarqa` (ca. 344.500 Einwohner)
Irbid (ca. 208.200 Einwohner)
As-Salt (ca. 187.000 Einwohner)
Ar-Rusayfah (ca. 131.100 Einwohner)
Al-Mafraq (ca. 109.800 Einwohner)
12 Bezirke:
Ajlun, Al ´Aqabah, Al Balqa´, Al Karak, Al Mafraq, ´Amman, At Tafilah, Az Zarqa´, Irbid, Jarash, Ma´an, Madaba
höchster Berg: Jabal Ramm 1.754 m
tiefster Punkt: Totes Meer -400 m
längster Fluß: Jordan (Teil) 320 km
März bis Ende und der September bis Oktober)
MEZ + 1 (UTC + 2); April bis September: MEZ + 2 (UTC + 3)
Aktuelle Uhrzeiten finden Sie hier unter
www.zeit-online.de
Jordan Tourism Board, Frankfurt/M.
Weserstraße 4
60329 Frankfurt/M.
Sprechzeit: Mo bis Fr 9.30 - 18 Uhr
Tel: (0 69) 92 31 88 70, 92 31 88 41
Fax: (0 69) 92 31 88 79
Email: jordan@adam-partner.de
Homepage: www.see-jordan.com
Jordan Tourism Board
Tel: (00962 6) 567 82 94
Fax: (00962 6) 567 82 95
Email: JTB@nets.com.jo
Homepage: www.see-jordan.com
Amtssprache Arabisch, außerdem Englisch und etwas Französisch, Deutsch und Italienisch.
1 Dinar = 1000 Fils
Währungskürzel: JD, JOD (ISO-Code)
Banknoten gibt es im Wert von 20, 10, 5 und 1 JD, sowie 500 Fils
Münzen sind im Wert von 500, 250, 100, 50, 25, 20, 10, 5 und 1 Fils im Umlauf.
Kreditkarten: American Express, Visa, MasterCard und teilweise auch Eurocard und Diners Club werden akzeptiert.
Reiseschecks: Euro-Reiseschecks werden empfohlen.
Den aktuellen Kurs gibt es unter www.wechselkurs.de
4.370.000 Einwohner
49 Menschen je km²
Post: Luftpost nach Europa benötigt 3-5 Werktage, gegen Aufpreis wird eine Zustellung innerhalb von 24 Std. in 22 Länder angeboten.
Internet/E-Mail: Internetcafés findet man in Amman, Akaba, Irbid, Jerash und Jordan. Hauptanbieter: Destinations (Internet: www.jonet.com).
Telegramme: Der Telegrammdienst ist verhältnismäßig gut, Telegramme können von größeren Hotels und Postämtern versandt werden.
220 V, 50 Hz. unterschiedliche Steckdosen
Adapter empfohlen.
Nach Deutschland: 0049
Von Deutschland: 00962
Banken: Sa bis Mi 8.30-12.30, 15.30-17.30 Uhr
Geschäfte: täglich außer freitags von 9.30-13.30, 15.30-18 Uhr vereinzelt aber auch 9-20.30 Uhr
Postämter: Sa bis Do 7-19 Uhr im Sommer und 7-17 Uhr im Winter sowie freitags 7-13 Uhr
Monarchie mit parlamentarischen Ansätzen
König
Islam
Die aktuellen Impfvorschriften und Impfempfehlung dieses Landes gibt es unter www.crm.de
Visum bei Ankunft für einen Aufenthalt von 14 Tagen auf dem Flughafen möglich. Notwendig sind: der bei Einreise mindestens noch 6 Monate gültige Reisepass, Rück- oder Weiterreisetickets. Vorherige Visumbesorgung im Heimatland wird angeraten.
Botschaft des Königreichs Jordanien
mit Konsularabteilung, Berlin
Zuständigkeiten: Bundesrepublik Deutschland
Heerstraße 201
13595 Berlin
Sprechzeit: Mo bis Fr 9-15 Uhr
Tel: (0 30) 369 96 00
Tel. Visa-Abt.: (0 30) 36 99 60 43
Fax: (0 30) 36 99 60 11
Email: jordan@jordanembassy.de
Homepage: www.jordanembassy.de
Embassy of the Federal Republic of Germany, Amman
Bengasi Street 31, Jabal
Amman
Tel: (00962 6) 593 03 51, 593 03 67, 593 13 79
Fax: (00962 6) 593 28 87
Fax Visastelle: (00962 6) 593 04 81
Email: germaemb@go.com.jo
Homepage: www.germanembassy-amman.org
Jordanien (arab.: al-Urdun) ist ein Staat in Vorder-Asien. Es grenzt an Israel, die Palästinensischen Autonomiegebiete, Syrien, den Irak, Saudi-Arabien und das Rote Meer (Golf von Akaba, dort Seegrenze zu Ägypten).
Der sich in Nordsüdrichtung hinziehende 6 bis 20 km breite Jordangraben teilt das Land in Westjordanien und Ostjordanien. Auf den westjordanischen Landesteil hat Jordanien 1988 alle staatsrechtlichen Ansprüche aufgegeben. Über dem Jordangraben steigen steil die Bergländer Ostjordaniens auf, die 1.000 bis 1.700 m Höhe erreichen. Sie gehen nach Nordost und Ost in die syrisch-arabischen Steppen und Wüsten über, die etwa ein Drittel der Landesfläche einnehmen. Der Nordwesten des Landes hat Mittelmeerklima mit Buschwald als natürlicher Vegetation, der Süden und Osten vorwiegend kontinentaltrockenes Wüsten- und Steppenklima.
Die Jordanier sind Araber, abgesehen von einer kleinen tscherkessischen und armenischen Minderheit von jeweils etwa einem Prozent der Bevölkerung. Die Mehrheit bekennt sich zum sunnitischen Islam. Daneben gibt es eine christliche Minderheit von etwa 4 % der Bevölkerung, die zur Hälfte orthodox ist. Darüber hinaus gibt es wenige Tausend Schiiten.
Etwa die Hälfte der Bevölkerung kommt ursprünglich aus Palästina und wurde von dort vertrieben oder ist nach Jordanien geflohen. Die Palästineser sind in Jordanien jedoch im Gegensatz zu den meisten anderen Palästinensern in arabischen Staaten bis auf eine kleine Minderheit gut integriert. Die Palästinenser in Jordanien sind insofern ein Politikum, als Israel oft behauptet, es gebe bereits einen palästinensischen Staat, nämlich Jordanien, da die Palästinenser dort die Bevölkerungsmehrheit stellten.
Das Jordantal gehört zu den ersten Gebieten, in denen die Menschen vom Jagen und Sammeln zum Ackerbau übergingen. Aus dem dort seit Jahrtausenden geübten Sammeln (ältester Nachweis in der benachbarten Levante 17.000 v. Chr.) von Wildgetreide (Weizen und Gerste) entwickelte sich um 9.000 v. Chr. der Ackerbau. Die älteste bekannte Stadt der Welt Jericho (seit 8.000 v. Chr.) liegt unmittelbar im benachbarten Israel westlich des Jordan. Um 9.000 v. Chr. wurden auch erstmals Mufflons und Bezoar-Ziegen domestiziert. Eines der ältesten Dörfer der Welt Ain-Ghazal wurde in Jordanien ausgegraben (7.500-5.500 v. Chr.).
Östlich des Jordan entstanden die Staaten (von Süd nach Nord) Edom, Moab, Ammon und Gilead und später das Reich der arabischen Nabatäer.
Das Staatsgebiet des heutigen Jordaniens kam schon in der Anfangsphase der islamischen Expansion im 7. Jahrhundert unter die Herrschaft der Muslime und teilte seitdem die Geschichte mit Palästina und Syrien. Seit dem Untergang der Mamelucken von Ägypten 1517 war das Gebiet Teil des Osmanischen Reiches. Nachdem im 1. Weltkrieg britische und arabische Truppen unter Lawrence von Arabien die Osmanen vertrieben hatten, kam das Gebiet 1920 gegen den Willen der Bevölkerung als Mandat Palästina des Völkerbundes an Großbritannien. Dieses teilte das Land in Palästina westlich des Jordans und Transjordanien östlich des Jordan. In Transjordanien wurde 1921 Abdallah ibn al-Hussain als Emir eingesetzt, der die Dynastie der Haschemiten begründete. Während des 2. Weltkriegs unterstützte Transjordanien Großbritannien und rückte 1941 mit der Arabischen Legion unter Glubb Pascha in den deutschfreundlichen Irak ein. 1945 war Transjordanien Gründungsmitglied der Arabischen Liga.
Am 22. März 1946 gab Großbritannien das Mandat des Völkerbundes über Transjordanien auf und Abdallah ibn Hussain wurde zum König von Jordanien ausgerufen. Während des 1. Palästinakrieges der Araber gegen Israel eroberte die jordanische Armee, die Arabische Legion, das zentrale Palästina und die Altstadt von Jerusalem. Nach dem Waffenstillstand mit Israel wurden die besetzten Gebiete 1950 annektiert. Nach der Ermordung Abdallas (1951) folgte sein Sohn Talal als König, bis dieser 1952 wegen Krankheit abgesetzt wurde. Nachfolger wurde sein Sohn Hussain II. (1952 - 1999).
Nach der Union zwischen Ägypten und Syrien (Vereinigte Arabische Republik) bildeten Jordanien und der Irak ein konservatives Gegenbündnis, das aber schon bald durch die Revolution im Irak 1958 zerbrach. Seit Mitte der 1960er Jahre verstärkten sich die Spannungen mit Israel u. a. wegen der Nutzung des Jordanwassers durch Israel und der Unterstützung der PLO durch Jordanien. Während des Sechstagekriegs im Juni 1967 wurde die Altstadt Jerusalems und das Westjordanland durch Israel erobert. Dies führte zu einer neuen Flüchtlingswelle von 400.000 Palästinensern nach Jordanien.
Seit 1970 kam es zu heftigen Kämpfen mit der PLO, die den Sturz Hussain II. anstrebten und von Syrien unterstützt wurden. Bis 1971 wurden die militärischen Organisationen der Palästinenser in Jordanien aber mit Hilfe der Beduinen, die loyal zu Hussain II. standen, zerschlagen (siehe Schwarzer September). Erst 1974 erkannte Jordanien die PLO als alleiniger Vertreter der Palästinenser an und verzichtete 1988 auf alle Ansprüche auf das Westjordanland zu Gunsten der PLO.
Während der Kuwaitkrise (1990-1991) versuchte Jordanien vergeblich, zwischen dem Irak und den Alliierten zu vermitteln und geriet dadurch in zunehmende politische Isolation. 1991 begann eine Demokratisierung mit der Aufhebung des Verbots aller politischer Parteien. 1994 wurde ein Frieden mit Israel geschlossen, wobei auch das Problem der Nutzung des Jordanwassers geregelt wurde. Nach dem Tod Hussain II. wurde Abdullah II. König von Jordanien. Er ist verheiratet mit Rania Al-Yasin.
Landwirtschaft: Die Landwirtschaft macht ca. 6-7 % des Bruttosozialprodukts Jordaniens aus. Das trockene Klima und die Wasserknappheit in der Region beschränken die Möglichkeiten einer sinnvollen Landwirtschaft. Es wird künstlich bewässert.
Industrie: Ca. 26 % des BSP. Hauptsächlich Bergbau: Jordanien ist ein bedeutender Phosphat-Produzent. Außerdem wird Pottasche exportiert. Es gibt keine nennenswerten Ölvorkommen. Ein Teil (17 %) der Energieversorgung kann jedoch durch Erdgas abgedeckt werden.
Handel: Der Handelssektor war schwer von den UN-Sanktionen über den Irak getroffen, da der Irak vor dem Golfkrieg zwei Fünftel der gesamten Handelsübersicht Jordaniens ausmachte. Im Jahre 1997 unterzeichneten Jordanien und die Europäische Union (EU) eine Teilhaberschaftsvereinbarung, die den Weg für eine Freihandelszone bis zum dem Jahr 2010 ermöglicht. Dieses Abkommen, das Anfang 1999 in Kraft trat, soll auch die Vermittlungen für den Beitritt Jordaniens zur Welthandelsorganisation (WTO) beschleunigen. Im Jahre 1996 schlossen Jordanien und Ägypten eine Teilhaberschaftsvereinbarung, welche die bilateralen ökonomischen Mitarbeitsverträge regelte und beabsichtigte den Handel zu liberalisieren, indem sie eine Freihandelzone aufstellten. Zahlreiche Geschäftsprotokolle und Vereinbarungen sind mit dem Libanon, Syrien, dem Irak, dem Jemen, Saudi-Arabien, Bahrein, Tunesien, Ägypten, Marokko, Libyen und dem Sudan zustande gekommen.
Mineralien: Jordaniens Rohstoffquellen sind knapp. Bis jetzt sind keine Mineralien außer Phosphate und Kali auf einer kommerziellen Ebene entdeckt und ausgenutzt worden. Jordanien rangiert allerdings unter den oberen drei Exporteuren in der Welt, die Phosphat ausführen. Es gibt zwei große Düngemittelfabriken im Land, eine jordanisch-indische sowie eine jordanisch-japanische Fabrik. 1997 machten allein 49,6 % der jordanischen Exporte die Minenindustrien aus. Die Exporte der industriegefertigten Güter stellten 47,5 % von den Gesamtexporten 1997 dar.
Tourismus: Ca. 10 % des BSP und zweitwichtigste Devisenquelle. Obwohl in Jordanien selbst seit über 30 Jahren Frieden herrscht, reagieren die Touristenströme sehr empfindlich auf die politischen Entwicklungen im Nahen Osten. So blieb die von der jordanischen Regierung nach dem Friedensschluss mit Israel erhoffte "Friedensdividende" aus dem Tourismus bisher weitgehend aus. Das Land hat zum Teil einzigartige, obwohl nur wenig bekannte touristische Attraktionen zu bieten:
• Antike Stätten und archäologische Ausgrabungen, vor allem
• die Felsenstadt Petra,
• das antike Gerasa (Jerash)
• die Zitadelle von Amman
• die Mosaiken von Madaba
• die Kreuzfahrerburgen Shobeq und Kerak
• die byzantinische Kirche auf dem Berg Nebo
• das omaijadische Wüstenschloss Qasr Amra.
• Landschaften
• die Wüstenlandschaft von Wadi Rum
• das Tote Meer am tiefsten Punkt der Erde
• das Taucherparadies bei Akaba am Roten Meer mit den nördlichsten Korallenriffen der Welt