Die Republik Kongo liegt in Zentralafrika und besitzt im Südwesten eine Küstenebene zum Atlantischen Ozean hin. Der Westen des Landes wird begrenzt von Gabun, der Norden von Kamerun und der Zentralafrikanischen Republik. Im Osten und Süden stellt der Strom Kongo und seine Nebenflüsse den größten Teil der Grenze zum Nachbarland, der Dem. Rep. Kongo dar. Außerdem umring der Kongo im Südwesten die angolanische Enklave Cabinda.
RCB
zwischen 3° 50´ nördlicher und 5° südlicher Breite sowie 11° und 18° 40´ östlicher Länge
342.000 km²
62% Wald
2% Ackerland
29% Wiesen und Weiden
SW - NO 1200 km
169 km
Brazzaville
Brazaville (ca. 937.600 Einwohner)
Pointe Noire (ca. 570.000 Einwohner)
Loubomo (ca. 83.600 Einwohner)
Nkayi (ca. 42.500 Einwohner)
9 Regionen: Bouenza, Cuvette, Kouilou, Lekoumou, Likouala, Niari, Plateaux, Pool, Sangha und Hauptstadt
höchste Erhebung: Mont Nabemba (1040 m)
Juni bis September
MEZ (UTC + 1)
Aktuelle Uhrzeiten finden Sie hier unter www.zeit-online.de
Ministère de Culture, du Tourisme et de l’Environnement
BP 2480
CG-Brazzaville
Tel: 81 40 24
Fax: 81 40 25.
Amtssprache ist Französisch. Lingala, Monokutuba, Sanga, Téké, Ubangi und Kikongo werden ebenfalls gesprochen.
1 CFA Franc = 100 Centimes
Aktueller Kurs: www.wechselkurse.de
CFA Fr, XAF (ISO-Code)
Banknoten sind im Wert von 10.000, 5000, 2000, 1000 und 500 CFA Fr im Umlauf. Münzen gibt es in den Nennbeträgen 500, 100, 50, 25, 10 und 5 CFA Fr.
Diners Club, MasterCard und Eurocard werden selten akzeptiert.
Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Sollten in Euro oder US-Dollar ausgestellt sein.
2.860.000 Einwohner
8.4 Einwohner/km²
Post: Die Postzustellung ist unzuverlässig.
Telegramme: Können in Hauptpostämtern und einigen Hotels aufgegeben werden.
Internet/E-Mail: Hauptanbieter: Africancesund Congonet Internetzugang gibt es in größeren Hotel.
Mobiltelefon: GSM 900. Netzbetreiber: CelTel Congo SA und Libertis Telecom. Der Empfangs/Sendbereich beschränkt sich auf Brazzaville und Point Noir. Mobiltelefone können gemietet werden.
220 V, 50 Hz. Adapter empfehlenswert.
Nach Deutschland: 0049
Von Deutschland: 00242
Geschäfte: Mo bis Sa 8-12 und 15-18 Uhr
Banken: Mo bis Sa 6.20-13 Uhr (Schalter schließen um 11.30 Uhr)
Büros und Behörden: Mo bis Fr 7-14 Uhr, Sa 7-12 Uhr
Post: Mo bis Fr 8-12 und 14.30-17.30 Uhr, Öffnungszeiten für Briefmarkenverkauf und Telegrammaufgabe: Mo bis Sa 8.00-20.00 Uhr, Sonn- und Feiertags 8.00-12.00 Uhr
Präsidiale Republik
Präsident
keine
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Visum notwendig. Zur Beantragung wird u. a. ein gültiger Reisepass und eine Reisebürobestätigung benötigt. Antragsdauer ca. 2 Monate (pers. Antragstellung empfohlen)
Botschaft der Republik Kongo, Bonn
Zuständigkeiten: Bundesrepublik Deutschland
Bad Godesberg
Rheinallee 45
53173 Bonn
Sprechzeit: Mo bis Fr 10-16 Uhr
(für Visa- Angelegenheiten)
Tel: (02 28) 35 83 55 (franz. Sprachkenntnisse empfehlenswert)
Fax: (02 28) 369 86 23
Email: botschaft.kongobrz@t-online.de
Ambassade de la République fédérale d´ Allemagne, Libreville
Boulevard de l´Indépendance, Immeuble Frangipaniers
Libreville
Tel: (00241) 76 01 88, 74 27 90
Fax: (00241) 72 40 12
Email: amb-allemagne@inet.ga
Consul Honoraire de la République fédérale d´Allemagne, Pointe-Noire
c/o Congo Timer (COTIM), Avenue Denis Loemba
Pointe-Noire
Tel: (00242) 94 13 14
Fax: (00242) 94 11 12
Die Demokratische Republik Kongo (DR Kongo), ehemals Zaire, liegt in Zentral-Afrika und grenzt an die Republik Kongo, die Zentralafrikanische Republik, Sudan, Uganda, Ruanda, Burundi, Tansania, Sambia und Angola. Sie hat einen kurzen Küstenstreifen am Atlantik, der die angolanische Exklave Cabinda vom Rest der Republik Angola abtrennt. Nationalfeiertag ist der 30. Juni, Tag der Unabhängigkeit (1960).
Die Demokratische Republik Kongo ist in 10 Regionen und den Hauptstadtdistrikt untergliedert. Es herrscht eine streng zentralistische Verwaltung. Seit dem 21. August 2000 besteht ein provisorisches Parlament mit 300 ernannten Mitgliedern. Seit 1997 sind politische Parteien verboten.
Durch Misswirtschaft, Bürgerkrieg und Korruption ist die Verwaltung und Infrastruktur des Landes fast völlig zerfallen, die territoriale Souveränität der Regierung ist insbesondere im Osten des Landes nicht mehr gegeben, zahlreiche Rohstoffe der entsprechenden Provinzen werden von den Nachbarländern Uganda, Ruanda und Burundi ausgebeutet. Aufgrund ihrer Instabilität wird die DR Kongo auch als zerfallener Staat bezeichnet.
Das Sozialsystem des Landes zählt zu den schlechtesten der Welt.
Das Gebiet der DR Kongo umfasst als drittgrößter Staat Afrikas 2.345.410 km? und ist somit ca. 6,6mal so groß wie Deutschland.
Rund 60% des Landes nimmt das Kongobecken mit seinen tropischen Regenwäldern ein. Es ist in allen Richtungen von Bergzügen begrenzt. Den Norden bildet tropisches Tiefland, der Südosten des Kongobeckens wird vom Shaba- oder Katanga-Bergland eingenommen. Es erreicht Höhen bis 1.200 m und ist reich an Bodenschätzen wie Kupfer, Uran und anderen. Der Osten ist durch die Seenkette des Großen Afrikanischen Grabens begrenzt. Es birgt darüber hinaus mit die bedeutendsten Naturschätze Afrikas. Im Süden herrscht Feuchtsavanne vor. Im Norden der Kongomündung stellt eine 40 km lange Küste die einzige Öffnung zum Atlantischen Ozean dar.
Die höchste Erhebung befindet sich im Ruwenzori-Gebirge (Margherita Peak - 5109 m). Der längste Fluss ist der Kongo mit 4.374 km.
Wichtige Städte sind Kinshasa, Lubumbashi, Kisangani, Bukavu
Die Bevölkerung setzt sich aus 12 ethnischen Hauptgruppen zusammen, die sich wiederum in 240 kleinere Gruppen aufteilen. Die größten Bevölkerungsgruppen bilden die Kongo, Mongo, Luba und Lunda. Sie gehören den Bantuvölkern an, die etwa 80% der Bevölkerung bilden. 18% stammen von Sudangruppen ab, die sich vor allem im Norden vorfinden. Minderheiten sind die Niloten im Nordosten sowie die Pygmäen und Hamiten im Osten.
Die Demokratische Republik Kongo zählt 58,3 Mio. Einwohner (2004). Die Bevölkerungsdichte beträgt 24 Einwohner pro km?. In den letzten Jahren kam es zu massiven Flüchtlingsbewegungen. Die Bevölkerung konzentrierte sich auf das Bergbaugebiet Shaba und den Unterlauf des Kongo. 30% der Einwohner leben in städtischen Gebieten. Lebenserwartung: 49,7 Jahre (Männer) / 52,3 Jahre (Frauen). Die Hauptstadt sowie größte Stadt des Landes ist Kinshasa mit etwa 7,8 Mio. Einwohnern. Daneben gibt es noch 8 weitere Städte von nennenswerter Größe.
Amtssprache ist Französisch. Außerdem existieren noch 4 weitere Hauptsprachen sowie 200 verschiedene Sprachen, die im Kongo gesprochen werden.
80% der Bevölkerung gehören dem Christentum an (42% Katholiken, 25% Protestanten). Daneben gibt es kleine muslimische und jüdische Gemeinden sowie ca. 120.000 Zeugen Jehovas. Der Rest der Bevölkerung gehört traditionellen afrikanischen Religionen oder auch synkretistischen Bewegungen (christliche Elemente mit traditionellen Religionen vermischt) an.
•Sprachen: Chiluba, Kikongo, Lingala, Kiswahili, Luvena, Chokwe, Gbaya, Kituba u.a. (insgesamt über 200 Sprachen)
Obwohl das Land über die größten Naturreichtümer Afrikas verfügt, gehört es zu den ärmsten der Welt. Hauptursache hierfür sind die mehr als drei Jahrzehnte Misswirtschaft und Korruption durch das Mobutu-Regime gefolgt von schweren kriegerischen Auseinandersetzungen bis in die Gegenwart.
Das Wirtschaftswachstum betrug von 1965 bis 1985 nur 1% jährlich. Seit dem geht die Wirtschaftsleistung ständig zurück. 1971 wurde der Bau einer riesigen Stromleitung vom äußersten Nordwesten des Landes vom Inga-Staudamm quer durch das Land in den Südosten in die Kupferregion Shaba (Katanga) beschlossen. Großfirmen aus den USA und Europa schlossen sich zu einem Konsortium zusammen und vergaben die Kredite. 1983 war die offizielle Einweihung, aber die Kosten waren explodiert.
Die Bergbauindustrie, der wichtigste Industriezweig, (Kongo wurde auch das Kupferland genannt) war 1974 vom drastischen Verfall des Weltmarktpreises für Kupfer schwer betroffen. Anfang der 1990er Jahre brach die Wirtschaft völlig zusammen. Es herrschte Hyperinflation (1994 7400%). Durch Unruhen unter den Arbeitern sanken die Exporterlöse, die Infrastruktur im Transportwesen zerfiel, die Auslandsschulden stiegen auf 11,3 Mrd. $. Das Land war anschließend auf Nahrungsmittelimporte angewiesen. Das Bruttoinlandsprodukt betrug 1998 5.584 Mio. $.
Bekannt ist die DR Kongo auch für die reichen Coltan-Vorkommen. Coltan enthält zwei der begehrtesten Metallerze (Columbit und Tantalit), die Niob und Tantal enthalten. Tantal ist für die Produktion von Handys, Computerchips, Videokameras und diversen Geräten aus der Unterhaltungselektronik von großer Bedeutung. Niob dient der Herstellung hitzebeständiger Materialien, wie Raketen, Düsenjets und Weltraumkapseln.
Weitere Bodenschätze, die gefördert werden, sind Gold, Silber, Diamanten, Erdöl, Kobalt (Weltspitze), Mangan, Zink, Zinn, Cadmium, Germanium und Beryllium. Diese Vorkommen sind einer der Gründe, warum von den Nachbarn Uganda, Ruanda und Burundi durch Besetzung der östlichen Provinzen der Bürgerkrieg immer wieder aufs Neue angefacht wird.
Zwei Drittel der erwerbstätigen Bevölkerung arbeiten in der Landwirtschaft, die fast ein Drittel zum Bruttoinlandsprodukt beisteuert. Große Gebiete sind landwirtschaftlich nutzbar, es werden aber nur rund 3% kultiviert. Haupterzeugnisse sind Maniok, Obst, Melonen, Kochbananen, Zuckerrohr, Erdnüsse, Bananen und Süßkartoffeln. Außerdem werden noch Reis, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Kaffee, Kautschuk, Baumwolle und Kakao angebaut.
Nach dem Mitte der 1970er Jahre viele kleinere Plantagen verstaatlicht wurden, die sich in ausländischen Besitz befanden, ging der Verkauf von Agrarprodukten merklich zurück. In vielen Landesteilen gibt es nur noch eine Selbstversorger-Landwirtschaft. Viehzucht ist auf höher gelegene Gebiete beschränkt. Da die Transportwege zerstört sind, können die Produkte nicht in die verschiedenen Provinzen gebracht werden und verderben.
Der industrielle Sektor hat sich vor allem um die Verarbeitung der vorhandenen Bodenschätze entwickelt. Bedeutend sind auch noch die Ölraffinerien sowie die Herstellung von Zement und Schwefelsäure. Wichtige Erzeugnisse sind Reifen, Schuhe, Textilien, Zigaretten, Nahrungsmittel und Bier.
Der gesamte Bereich wurde durch den wirtschaftlichen Niedergang, vor allem der rasenden Inflation, seit 1990 schwer geschädigt. Es herrscht ein großer Devisenmangel, der den Import von Rohstoffen und Ersatzteilen verhindert.
Bis Anfang der 1990er Jahre war Kupfer noch der wichtigste Exportartikel, der die Hälfte der jährlichen Exporterlöse einbrachte. Innerhalb von nur 3 Jahren verringerte sich der Kupferexport jedoch um drei Viertel. Heute bilden Diamanten, Rohöl, Kobalt und Kaffee die wichtigsten Exportgüter. Auch die positive Handelsbilanz kann die sinkende Wirtschaftsleistung nicht aufhalten. Die wichtigsten Handelspartner sind Belgien, Südafrika, Chile, USA, Deutschland und Indien.
Hauptstromquelle des Kongo sind seine Wasserkraftwerke. Sie sind vor allem in der Nähe von Minen vorzufinden. •Bruttosozialprodukt pro Einwohner: 110 US-Dollar (Stand 1998)
•Pro-Kopf-Einkommen im Jahr (BSP): 120 US-Dollar
Die Demokratische Republik Kongo ist in 10 Provinzen untergliedert:
• Bandundu
• Bas-Congo
• Equateur
• Orientale
• Kasai-Occidental
• Kasai-Oriental
• Katanga
• Maniema
• Nord-Kivu
• Sud-Kivu
Die Hauptstadt Kinshasa bildet einen eigenen Bezirk.
Ursprünglich war das Land Heimat mehrerer Königreiche, herausragend unter ihnen war das im 14. Jahrhundert gegründete Königreich Kongo, eines der größten afrikanischen Staatswesen überhaupt.
Mit der "Entdeckung" durch die Portugiesen begann nach einer kurzen Phase annähernd gleichberechtigten Umgangs zwischen Kongo und Portugal die bis zum Ende des 17. Jahrhunderts völlige Zerstörung des Königreiches sowie seine Ausbeutung und Plünderung durch Sklavenjäger, die nach dem Zerfall der portugiesischen Vorherrschaft durch Holländer und Engländer fortgeführt wurde.
Der Engländer Henry Morton Stanley war es auch, der als erster Europäer den Kongo umfassend bereiste, sein Vorschlag, den Kongo dem englischen Kolonialreich anzugliedern, wurde von der englischen Regierung aber abgelehnt. Der belgische König Leopold II. jedoch, von dem Gedanken an ein Kolonialreich seit langem fasziniert, wollte die Gelegenheit nutzen. Da aber auch in Belgien die Stimmung eher gegen Kolonien war, vereinnahmte Leopold den Kongo 1885 als seinen "Privatbesitz". Dieser Status jenseits allen Völkerrechts war in der ganzen Kolonialgeschichte einzigartig. Da mit dem Kongo zugleich auch alle seine Bewohner als rechtloser Privatbesitz angesehen wurden, kam es bei der wirtschaftlichen Ausbeutung (insbesondere Kautschuk) zu (selbst für diese Zeit) solch grausamen Exzessen, dass sie als so genannte "Kongogräuel" 1908 international für Aufsehen und Empörung sorgten und Leopold zur Übergabe des Kongo als "normale" Kolonie an den belgischen Staat zwangen.
Zwar verbesserten sich die Verhältnisse nun ein wenig, aber nach wie vor wurden der Kongo und seine Bevölkerung von der autoritären Kolonialmacht Belgien ausgebeutet. Mit den weltweit in den Kolonien zunehmenden Unabhängigkeitsbestrebungen wuchs auch im Kongo der Druck nach staatlicher Selbstbestimmung. Nach ersten Unruhen in der Hauptstadt und unter dem Druck der Weltöffentlichkeit zog sich Belgien Anfang 1959 schlagartig aus dem Kongo zurück und hinterließ ein infrastrukturelles Chaos. Der bedeutende Panafrikanist und Führer der kongolesischen Unabhängigkeitsbewegung Patrice E. Lumumba wurde der erste Ministerpräsident des jungen Landes, das er allerdings aufgrund mangelnder Fachkräfte und angesichts sezessionistischer Bestrebungen insbesondere in der Provinz Katanga nicht zusammenzuhalten vermochte. Insbesondere die kontinuierlichen Interventionen Belgiens, der USA, aber auch der Sowjetunion führten zu einem allmählichen Zerreißen der jungen Nation. Nach nur 18 Monaten Unabhängigkeit putschte der frühere Assistent Lumumbas, Joseph Mobutu, unterstützt von den USA und Belgien gegen ihn und errichtete in den folgenden Jahrzehnten eine der längsten und grausamsten Diktaturen Afrikas. Lumumba konnte zwar der Haft kurz entfliehen, wurde aber kurze Zeit später wieder ergriffen und seinem Gegner Moïse Tshombé, Sezessionistenführer in Katanga, ausgeliefert und von dessen Kräften ermordet. Es gilt als gesichert, dass der Mord an Lumumba von Belgien und den USA direkt unterstützt wurde. 1977/1978 Shaba-Invasion. Erneut erfolgt eine internationale Militärhilfsaktion zugunsten der Regierung unter Mobutu Sese Seko gegen Invasoren aus Angola.
Die Diktatur Mobutus, die das Land weiter zerstörte, wurde erst 1994 erschüttert, als sich, angeheizt unter anderem durch Flüchtlingsströme aus Ruanda und Burundi, im Grenzland zu Ruanda eine Rebellen-Streitmacht bildete, angeführt von Laurent-Désiré Kabila. Lange nicht ernst genommen, gelang es ihm 1997 den alten, schwer kranken und international mittlerweile isolierten Mobutu zu stürzen. Die konfliktreiche Phase zwischen 1996 und 2002 wird auch als Kongokrieg, ab 1998 "afrikanischer Weltkrieg" bezeichnet. Im Januar 2001 fiel Kabila selbst einem Attentat zum Opfer und sein Sohn Joseph Kabila "erbte" seine Stellung als Staatspräsident der DR Kongo. Trotz des dubiosen Amtsantrittes scheint mit Joseph Kabila zum ersten Mal seit 1959 ein Mann den Kongo zu führen, der eine Befriedung und Stabilisierung der zerrütteten Nation zumindest versucht. Ihm im Wege steht dabei allerdings der fast vollständige Zerfall der Infrastruktur, Verwaltung und Wirtschaft des Landes und insbesondere die Ausplünderung der äußerst rohstoffreichen Ostprovinzen des Kongo - in denen die Zentralregierung fast völlig machtlos ist - durch ugandische, ruandische und burundische Kräfte. Mehrere Erhebungen und Revolten konnte Kabila bisher abwehren. Ob es ihm aber gelingen wird, die territoriale und in der Folge die administrative Souveränität wiederherzustellen, steht immer noch dahin.
Im Osten des Landes flammten in jüngster Zeit die Kämpfe auf, es kam zu Massenfluchten nach Uganda. Seit 1998 (bis Anfang 2005) wurden gemäß Angaben des "International Rescue Committee" 3,8 Millionen Menschen während gewaltsamer Auseinandersetzungen getötet. Nach Schätzungen der UNO werden jeden Tag 1000 Menschen zu Opfern von Gewalttaten.
Zwischen dem 14. und 16. Februar 2005 erkrankten im Gesundheitsbezirk Dingila, in Zobia im Nordosten 93 Patienten an der Lungenpest. Ärzte ohne Grenzen bekämpft den Ausbruch der Krankheit und versucht entlang der wichtigsten Verbindungsstraßen diejenigen aufzuspüren und zu behandeln, die aus Angst vor einer Ansteckung aus Zobia geflohen sind.