Libanon

Alle Fakten über den Libanon

Libanon ist ein kleines gebirgiges Land an der Ostküste des Mittelmeers. Es ist im Norden und Osten von Syrien und im Süden von Israel umgeben.

Internationales Kennzeichen:

RL

Geographische Lage:

zwischen 33° und 35° nördlicher Breite sowie 35° und 36° 40´ östlicher Länge

Landesfläche:

10.400 km²
8% Wald und Buschland
30% Ackerland

Ausdehnung:

N - S 210 km
W - O 80 km

Küsten:

225 km

Hauptstadt:

Beirut

Größte Städte:

Beirut (ca. 1.100.000 Einwohner)
Tripoli(ca. 240.000 Einwohner)
Juniyah (ca. 100.000 Einwohner)
Zahlah (ca. 45.000 Einwohner)
Sidon (Sayda) (ca. 38.000 Einwohner)
Tyre (ca. 14.000 Einwohner)

Gliederung:

5 Provinzen:Beyrouth, Ech Chimal, Ej Jnoub, El Bekaa, Jabal Loubnane

Geographisch Merkmale:

höchster Berg: Qurmat as Swada 3087 m
längster Fluß: Litani 145 km

Beste Reisezeit:

Frühjahr und Herbst

Ortszeit/Zeitzonen:

MEZ + 1 (UTC + 2); April bis September: MEZ + 2 (UTC + 3)

Aktuelle Uhrzeiten finden Sie hier unter
www.zeit-online.de

Fremdenverkehrsamt:

Botschaft des Libanon, Berlin
Zuständigkeiten: Bundesrepublik Deutschlandhttp://www.lebanon-tourism.gov.lb
Berliner Straße 127
13187 Berlin

Sprechzeit: Mo bis Fr 10-12 Uhr
Tel: (0 30) 474 98 60
Fax: (0 30) 47 48 78 58
Email: lubnan@t-online.de

Ministry of Tourism, Beirut

550 Central Bank Street
Beirut

Tel: (00961 1) 340 94 04
Fax: (00961 1) 34 09 45
Email: mot@lebanon-tourism.gov.lb
Homepage: www.lebanon-tourism.gov.lb

Landessprache:

Amtssprache ist Arabisch. Französisch und Englisch werden ebenfalls viel gesprochen. Bedeutende Minderheitensprachen sind Armenisch und Kurdisch.

Währung:

1 Libanesisches Pfund = 100 Piaster
Währungskürzel: L£, LBP (ISO-Code)
Banknoten gibt es im Wert von 100.000, 50.000, 20.000, 10.000, 5000, 1000, 500, 250 und 100 L£
Münzen sind im Wert von 500, 250 und 100 L£ im Umlauf
Geldwechsel: In Beirut gibt es zahlreiche große Banken, in denen internationale Währungen gewechselt werden können. Geldwechsel ist auch in vielen Hotels möglich. US-Dollar-Banknoten werden beinahe überall, auch in kleineren Geschäften, akzeptiert.
Kreditkarten: American Express, MasterCard, Diners Club, Eurocard und Visa werden in Hotels, einigen Restaurants und Geschäften sowie von Fluggesellschaften angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks: Euro- oder US-Dollar-Reiseschecks werden in begrenztem Umfang angenommen.
Den aktuellen Kurs gibt es unter www.wechselkurse.de

Bevölkerung:

3.236.000 Einwohner

Bevölkerungsdichte:

310,5 Menschen je km²

Post/Telegramm/Internet:

Post: Luftpost nach Europa benötigt 4 Werktage.
Internet/E-Mail: Die Hauptanbieter sind Cyberia (Internet: www.thisiscyberia.com) und IDM (Internet: www.idm.net.lb). Es gibt Internetcafés in Beirut, Tripoli und den meisten Städten.

Strom:

110/220 V, 50 Hz
Adapter erforderlich.

Vorwahlen:

Nach Deutschland: 0049
Von Deutschland: 00961

Öffnungszeiten:

Banken: Mo bis Fr 8-14 Uhr, Sa 8-12.30 Uhr, einige Banken haben bis 17 Uhr geöffnet
Geschäfte: Mo bis Sa 8-18 Uhr
Post: Mo bis Do 8-14 Uhr, Fr 8-11 Uhr; da es keine Briefkästen gibt, sollte Post direkt im Postamt oder Hotel aufgegeben werden.

Staatsform:

Parlamentarisch-präsidiale Republik

Staatsführung:

Präsident

Staatsreligion:

kein

Impfbestimmungen:

Die aktuellen Impfvorschriften und Impfempfehlung dieses Landes gibt es unter www.crm.de

Visa:

Visum notwendig, dazu noch 6 Monate gültiger Reisepass, Rückreisetickets, ausreichende Geldmittel. Antragsdauer ca. 1 Woche.

Botschaften/Konsulate:

Botschaft des Libanon, Berlin
Zuständigkeiten: Bundesrepublik Deutschland
Berliner Straße 127
13187 Berlin

Sprechzeit: Mo bis Fr 10-12 Uhr
Tel: (0 30) 474 98 60
Fax: (0 30) 47 48 78 58
Email: lubnan@t-online.de

Ambassade de la République fédérale d´Allemagne, Beirut
Rabieh-Mtaileb (Nähe Jesus and Mary High School)
Beirut
Tel: (00961 4) 91 44 44
Fax: (00961 4) 91 44 50
Email: germanemb@germanembassy.org.lb
Homepage: www.germanembassy.org.lb

Die Libanesische Republik ist ein Staat in Vorderasien. Sie grenzt an Syrien, Israel und das Mittelmeer.

Geographie

Größte Städte mit Einwohnerzahlen (geschätzt; seit 1932 gab es keine offizielle Volkszählung):
• Beirut (Hauptstadt) 1.500.000,
• Tripoli 200.000,
• Zahlé 200.000,
• Sidon 100.000,
• Tyros 70.000.

Das Land gliedert sich in vier Landschaftszonen, die parallel zur Küste verlaufen:
1.) Der 200 km lange, schmale steile Küstenstreifen, welcher sich nur im Norden und Süden ausweitet.
2.) Das stark zerklüftete Libanon-Gebirge, das bis zu 3.000 m hoch ist.
3.) Die fruchtbare Bekaa-Ebene, die im Regenschatten des Libanon-Gebirge liegt, jedoch aufgrund von künstlicher Bewässerung sehr fruchtbar ist (Weinanbau, Haschisch).
4.) Der trockene Antilibanon-Gebirgszug und der Hermon, die die Grenze zu Syrien bilden.

Klima

Entsprechend den Unterschieden in der Landschaft des Libanon, ist auch das Klima sehr unterschiedlich. An der Küste herrscht mediterranes Klima mit trockenen, warmen Sommern und feuchten, regenreichen Wintern. Im Gebirge herrscht ausgesprochenes Gebirgsklima, wobei auch hier der Hauptniederschlag im Winter fällt und dann hauptsächlich in Form von Schnee. An der Grenze zu Syrien herrscht ein trockenes Steppenklima, welches den Übergang zum Wüstenklima des südlichen Syriens und Jordaniens bildet. In Beirut liegen die Temperaturen am Tag bei durchschnittlich 18°C im Januar und bei 30°C im Juli und August. Im Dezember und Januar gibt es durchschnittlich 11 Regentage in Beirut, während der August im allgemeinen völlig trocken bleibt.

Bevölkerung

Der Libanon hat ca. 5 Millionen Einwohner. Fast alle sind Semiten und stammen von Aramäern, bzw. arabisierten Aramäern ab. Im Land verteilt leben noch zahlreiche turkvölkische Minderheiten, unter anderem Türken und Mescheten. Außerdem etwa 360.000 palästinensische Flüchtlinge.

Sprachen

Die große Mehrheit der Libanesen spricht Arabisch (libanesisch-syrische und palästinensische Dialekte), Minderheiten sprechen Armenisch und Kurdisch. Neben Arabisch ist Französisch als zweite Amtssprache zugelassen. Englisch ist als Fremdsprache weit verbreitet.

Religion

Es gibt im Libanon 18 anerkannte Religionsgemeinschaften, darunter:
• ca. 53% Muslime (32% imamitische Schiiten, 21% Sunniten);
• ca. 40% Christen (25% Maroniten, 7% Griechisch-Orthodoxe, 4% Griechisch-Katholische, 3% Armenier sowie weitere Gruppierungen)
• ca. 7% Drusen

Geschichte

Unabhängigkeit: 26. November 1941 (ehem. französisches Mandatsgebiet), 22. November 1943 Wiedereinsetzung libanesischer Amtsträger (offizieller Unabhängigkeitstag).

Von Mitte der 70er Jahre bis 1990 wurde das Land von einem Bürgerkrieg heimgesucht (siehe dazu: Libanesischer Bürgerkrieg).

1976 Einmarsch von Syrien
1982 intervenierte Israel mit seinem Libanonkrieg gegen die Präsenz und die Aktivitäten der PLO und besetzte den Südteil des Staatsgebietes. 20. Mai 2000 Abzug Israels.

Nach einem Autobombenanschlag am 14. Februar 2005 auf den ehemaligen langjährigen libanesischen Regierungschef Rafiq Hariri wächst in der jüngsten Vergangenheit der Druck auf Syrien, seine Truppen aus dem Libanon zurück zu ziehen. Insbesondere die USA und die libanesische Opposition machen Syrien indirekt für das Attentat verantwortlich. Auch Frankreich fordert von Syrien, dem Libanon die volle Souveränität zurück zu geben. Auch Teile der libanesischen Bevölkerung demonstrierten gegen die syrischen Truppen im Libanon. Die pro-syrische Regierung unter Ministerpräsident Karami trat daraufhin am 28. Februar 2005 zurück.

Ende April 2005 verliessen die letzten syrischen Soldaten den Libanon.

Politik

Staatsform: Republik seit 1926. Die Verfassung von 1926 wurde zuletzt 1999 geändert. Parlament (Nationalversammlung) mit 128 Mitgliedern (je zur Hälfte Christen und Muslime), Wahl alle 4 Jahre. Die drei höchsten Staatsämter sind Mitgliedern bestimmter religiöser Gruppen vorbehalten:
• Das Staatsoberhaupt muss maronitischer Christ sein,
• der Regierungschef muss sunnitischer Muslim sein,
• der Parlamentspräsident muss schiitischer Muslim sein.

Die Wahl des Staatsoberhauptes erfolgt alle 6 Jahre durch das Parlament (keine unmittelbare Wiederwahl). Das Wahlrecht besteht ab 21 Jahre.
Verwaltung: 5 Provinzen

Staatsoberhaupt: Émile Lahoud, seit 1998

Regierungschef: Nadschib Mikati, seit 2005

Parlamentspräsident: Mahmoud Hammoud, seit 2004

Am 14. Februar 2005 wird der ehemalige Ministerpräsidenten Rafiq Hariri durch einen Anschlag getötet, bei dem mehrere Menschen ums Leben kommen. Der syrienfreundliche Präsident Lahoud konnte Ende 2004 sein abgelaufenes Mandat vom Parlament durch Verfassungsänderung um drei Jahre verlängern lassen. Dies führte rasch zum Rücktritt Hariris, nachdem sich dieser darüberhinaus auch mit seiner Forderung nach einem Abzug der syrischen Truppen nicht durchsetzen konnte.

Der Tod Hariris wurde zum Ausgangspunkt einer gefährlichen innenpolitischen Eskalation. Eine breite oppositionelle Bewegung fordert vehement den Rückzug der syrischen Truppen. Diese Bewegung stützt sich vor allem auf die Christen, Drusen und Sunniten, wird aber auch von nennenswerten Teilen der schiitischen Bevölkerung mitgetragen. Auch die USA und Frankreich machen seit Ende Februar immer mehr Druck auf Syrien. Es wird mit militärischen Aktion gedroht bzw. steht eine derartige Drohung seit dem Irak-Krieg im Raum. Am 28. Februar tritt die syrienfreundliche libanesische Regierung zurück.

Syrien verständigte sich am 7. März mit dem Libanon seine Truppen als ersten Schritt bis zum Ende des Monats ins östliche Bekaa-Tal zurückzuziehen. Ende April waren dann bereits alle 14.000 syrischen Soldaten in ihre Heimat zurückgekehrt.

Seit der Ermordung Hariris gibt es beinahe täglich Demonstrationen. Fast alle werden von oppositionellen Gruppen organisiert. Bei diesen Demonstrationen kamen Zehntausende. Am 8. März rief die syrienfreundliche Hisbollah zu einer Demonstration auf, um gegen die UN-Resolution 1559 (die eine Entwaffnung dieser Gruppe fordert) zu protestieren. Viele Teilnehmer an der Demo dankten aber auch den Syrern bzw. wandten sich gegen Feinde von außen (USA, Israel).

An diesem 8. März kamen ca. 1.500.000 Menschen - davon eine nennenswerte Zahl von Syrern und palästinensischen Flüchtlingen. Dies gab der prosyrischen Fraktion genug Kraft, um den wenige Tage zuvor zurückgetretenen Premier Karame am 10. 3. neuerlich mit der Regierungsbildung zu beauftragen. Am 14. März versammelten sich bei einer weiteren Demo der Opposition 800.000 Menschen im Zentrum Beiruts. (Zahlen: AG Friedensforschung UNI Kassel - siehe Weblinks)

Nachdem Karame letztlich doch scheiterte, wird Najib Mikati am 15. 4. Ministerpräsident einer Übergangsregierung. Die nächsten Parlamentswahlen finden am 29. Mai statt.

Wirtschaft

Währung
Libanesische Lira (LL) werden auch libanesisches Pfund (L£) genannt wobei im Libanon die Bezeichnung Lira gebräuchlich ist. 1 Libanesische Lira (LL) = 100 Piaster; 1 US-$ = 1 507,5 LL; 1 € = 1 850 LL Überall werden US-Dollar (USD) zum Kurs 1 US$ = 1500 LL angenommen. Es kommt vor, dass man in Dollar zahlt und in Lira herausbekommt und umgekehrt.

Import
18,2% Ernährungsgüter, 21,8% Maschinen und Elektroausrüstung, 8,9% Transportmittel, 12,0% chem. Erzeugnisse, 17,6% mineralische Rohstoffe, 6,1% Metalle und -produkte, 5,7% Textilien, 6,8% Edel- und Halbedelsteine

Export
18.8% Ernährungsgüter, 17,8% Schmuckwaren, 14,9% chem. Erzeugnisse, 10,5% Maschinen und Elektrogeräte, 8,8% Metalle und -produkte, 7,4% Papier und -produkte.

Das strenge Bankgeheimnis des Libanon bringt ihm auch den Beinamen "Schweiz des Ostens" ein.

Statistisches

Flüchtlinge: In den ersten Jahren des Bürgerkriegs haben mehr als eine halbe Million Menschen das Land verlassen. (Schätzung, offizielle Zahlen sind nicht verfügbar.)
Geburtenziffer 1999: 2,3%
Sterbeziffer 1999: 0,6%
Kindersterblichkeit (auf 1000 Lebendgeburten):
1960: 85; 1970: 50; 1990: 10; 1997: 9; 1998: 9
Säuglingssterblichkeit 1999: 0,8%
Analphabetenrate Erwachsene (> 15 Jahre) in %:
1970: 6; 1980: 4; 1990: 2; 1995: 1; 1997: 1; 1998: 1

Einreisebestimmungen

Für die Einreise nach Libanon benötigt man ein Visum, dass vor der Reise beantragt werden muss. Der Reisepass muss bei der Abreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.
Reisende, die sich zuvor in Israel aufgehalten haben, werden, wenn dieses aus dem Reisedokument ersichtlich ist (Einreisestempel o.ä.), regelmäßig an der Grenze zurückgewiesen, auch wenn bereits ein Visum erteilt wurde. Deutsch-Libanesische Doppelstaater und Doppelstaater anderer arabischer Herkunft riskieren zusätzlich eine Festnahme, da für diesen Personenkreis ein Israel-Aufenthalt einen Straftatbestand darstellt. Ein direkter Grenzübertritt von Israel nach Libanon oder umgekehrt ist nicht möglich, da die Grenze zwischen Israel und Libanon geschlossen ist.

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Reisen

 

Reiseberatung: +49 (0)203 - 778 53 53

 
 
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