
Teotihuacán ist eine Ruinenstätte im mexikanischen Bundesstaat México. Es liegt in der Nähe der gleichnamigen Ortschaft mit etwa 45.000 Einwohnern. Einst war es die größte Stadt des amerikanischen Kontinents. Sie liegt etwa 45 km nordöstlich von Mexiko-Stadt. Teotihuacán ist der aztekische Name der Ruine, der „Der Ort wo (der Mensch) man zu Gott wird“ bedeutet (teo(tl) = „Gott“, tihua (reflex.) = „machen“, can = Ortssuffix). Auf ihn gründet sich die gesamte ikonograpische Rethorik des Aztekenreiches, dass bereits zu Beginn ihrer Wallfahrten, den Ort unbewohnt und verfallen vorfand. Der Legende nach versammelten sich die Götter hier, um über die Erschaffung des Menschen zu beraten. Der Name Teotihuacán bezeichnet auch die Zivilisation, die von dieser Stadt ausgegangen ist und den größten Teil Mesoamerikas dominiert hat. In der Präklassik wurde die Stadt gelegentlich auch als Tollan bezeichnet, ein Name, der später auch auf Tula, die Hauptstadt der Tolteken überging. Der Bau von Teotihuacán begann um 300 v. Chr. und den Zenit ihrer Kultur erreichte die Stadt ungefähr zwischen 300 und 600. Auf ihren Höhepunkt umfasste sie über 20 km² und hatte eine Einwohnerschaft von über 150.000, möglicherweise sogar 200.000 Menschen. Archäologische Funde zeigen, dass es Stadtviertel mit Einwohnern aus anderen Teilen Mesoamerikas gab, etwa Zapoteken, Mixteken und Maya. Der Handel mit anderen Regionen Mesoamerikas war bedeutend, so auch mit dem wichtigen Obsidian. Auffallend ist die voluminöse Eingangstreppe. Über die Schriftquellen der Stadt hat sich bisher noch keine einheitliche, wissenschaftliche Meinung durchgesetzt. Es gilt aber als sicher, dass die noch vorhandenen Wandbilder sogenannte Logogramme enthalten, die sich auch einem Außenstehendem, bis auf den Sinnzusammenhang, erschließen. Diese Art der Schrift ist mit unseren Verkehrsschildern vergleichbar, und hat in sofern Sinn, als dass diese von Individuen unterschiedlichster kultureller aber auch linguistischer Abstammung verstanden werden musste. Die Stadt ist aber aus Maya-Texten bekannt, die zeigen, dass es beim Adel Heiratsverbindungen bis ins heutige Honduras gab. Maya-Hieroglyphen erwähnen einen Herrscher „Speerwerfer-Eule“, der über sechzig Jahre regierte und seine Verwandten als Könige von Tikal und Uaxactún in Guatemala einsetzte. Nach 650 verfiel Teotihuacán als Großmacht. Um 750 wurde sie geplündert und verwüstet. Wahrscheinlich von den Tolteken. Die Kenntnis dieser Ruinenstätte ist nie verloren gegangen, in aztekischer Zeit wurde sie ein bedeutender Wallfahrtsort. Seit dem 19. Jahrhundert ist sie eine der wichtigsten Ziele für Mexiko-Touristen. Die archäologische Erforschung begann im 19. Jahrhundert und wurde ab 1905 von Leopoldo Batres systematisch durchgeführt. Zum hundertjährigen Jubiläum der mexikanischen Unabhängigkeit 1910 wurde die Sonnenpyramide restauriert. Die breite Hauptstraße der Anlage ist mehr als einen Kilometer lang und wird micao`tli „Straße der Toten“ (von mica = „die Toten“ und oltli = „Straße“) genannt, da die Azteken den Ort für eine Grabstätte hielten. Sie führt vom Tempel des Quetzalcoatl zur Mondpyramide, an ihr liegt auch die riesige Sonnenpyramide. Sie wird von Ruinen in erstaunlich einförmiger Gestaltung flankiert. Die Sonnenpyramide ist die drittgrößte Pyramide der Welt, sie ist 63 m hoch und hat einen Grundriss von 222 m × 225 m. Sie wurde um das Jahr 100 erbaut. 1971 wurde ein 100 m langer Tunnel mit religiösen Artefakten entdeckt. Zur großen Zeit von Teotihuacán war die Pyramide dunkelrot bemalt. Die Mondpyramide ist etwas kleiner, wirkt aber gefälliger proportioniert. Der Tempel des Quetzalcóatl (quezal(li) = „Feder des Quezalvogels“, cóatl = „Schlange“) wurde mit einer Pyramide überbaut, Teile davon sind aber frei gelegt. An ihm sind Reliefs mit Schlangenmotiven abgebracht. Quetzalcoatl wird meist als gefiederte Schlange dargestellt.
Das historische Zentrum von Mexiko-Stadt ist der „Platz der Verfassung“ oder Zócalo. Er befindet sich an dem Ort, wo einst der Palast des Aztekenherrschers Moctezuma II. (1465-1520) stand. Der Platz wird umrahmt von einer monumentalen Kathedrale, dem „Palacio Municipal“ (Stadtpalast) von 1720 und dem „Palacio Nacional“ (Nationalpalast) von 1792, dem Sitz des Präsidenten. Im „Palacio Nacional“ sind Wandmalereien (Murales) von Diego Rivera zu sehen. Die barocke Kathedrale wurde von 1573 bis 1667 erbaut und gehört zu den amerikaweit ältesten und größten Sakralbauten. Im Inneren befindet sich der reich geschnitzte Altar de los Reyes (Altar der Könige). Die Fassade aus Tezontle, einem rötlichen Vulkanstein, wird von drei Portalen unterbrochen und durch den Sagrario (Pfarrkirche) verlängert, der im churriguereskem Stil errichtet wurde - benannt nach dem spanischen Architekten José Benito Churriguera (1665-1725). Wie zahlreiche andere Gebäude der Stadt versinkt auch die Kathedrale langsam im sumpfigen Boden. Nördlich des Zócalo befindet sich die Ausgrabungsstätte „Templo Mayor“, wo Reste des früheren Tempelbezirkes von Tenochtitlan gefunden wurden. Das Kolonialgebäude im Westen beherbergt seit dem 19. Jahrhundert die Monte de Piedad (Pfandleihe). Nahe des Zócalo liegt auch die von Kolonialgebäuden und Palästen aus Tezontle gesäumte Calle Moneda mit der im churrigueresken Stil erbauten Kirche La Santísima und dem barocken Erzbischöflichen Palais.
Eine der Hauptschlagadern der Stadt, der „Paseo de la Reforma“, wurde unter Kaiser Maximilian gebaut. Sie fand ihren Anfang am Rande der Altstadt, an der nordwestlichen Ecke des Alamedaparks, und führte zur Sommerresidenz des mexikanischen Kaisers, Schloss Chapultepec. Sie wurde nach europäischem Vorbild als breiter Boulevard angelegt. Einige der villenartigen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert sind erhalten geblieben. In dem historischen Mittelteil dominieren allerdings immer mehr Wolkenkratzer, darunter das höchste Gebäude Lateinamerikas, der Torre Mayor und typische Geschäftsbauten. Die Straße wurde sowohl in nordöstliche als auch westliche Richtung verlängert. In nordöstlicher Richtung reicht die transversal angelegte Prachtstraße „Paseo de la Reforma“ bis zum Platz der drei Kulturen, dem Hauptplatz der im Jahre 1963 freigelegten präkolumbischen Stadt Tlatelolco. Dort vereinigen sich Zeugnisse aus drei Epochen: Neben freigelegten aztekischen Bauwerken und der Barockkirche Santiago de Tlatelolco aus der spanischen Kolonialzeit befinden sich hier auch moderne Gebäude. Am Denkmal des letzten Aztekenherrschers Chuautemoc kreuzt sie die Nord-Süd-Verbindung der Hauptstadt, die Avenida de los Insurgentes. In südlicher Richtung erstreckt sich der Chapultepec-Park mit verschiedenen Museen, einem Zoo, dem Schloss Chapultepec, das früher Amtssitz des Präsidenten war und auch Kaiser Maximilian als Residenz diente und das Stadtviertel „Zona Rosa“, wo sich zahlreiche Gaststätten, Bars und Einkaufszentren befinden. In der Nähe des Alamedaparks befinden sich das Unabhängigkeitsdenkmal, eine 45 Meter hohe Säule mit dem Siegesengel auf der Spitze und ein Denkmal des mexikanischen Präsidenten Benito Juárez (1806-1872). Mexiko war das einzige Land, welches 1938 den Überfall auf Österreich politisch nicht anerkannte und als Mitglied des Völkerbundes Einspruch erhob. Als Erinnerung daran steht am „Paseo de las Reformas“ heute ein von der österreichischen Regierung unter Bruno Kreisky aufgestelltes kleines Denkmal, in Wien erinnert daran der Mexikoplatz.
Der Chapultepec-Park oder „Bosque de Chapultepec“ umfasst eine Grünfläche von vier Quadratkilometern und ist die „grüne Lunge“ der Hauptstadt. Er besteht aus drei Abschnitten. Im größten und am weitesten östlich gelegenen befinden sich die interessantesten Einrichtungen, darunter das „Museo Nacional de Antropologia“, das „Museo de Arte Moderno“, das „Museo Rufino Tamayo“ und der Zoo. An der Südseite der Reforma, gegenüber dem „Museo de Antropologia“, liegt der Lago Chapultepec. Am Hügel von Chapultepec befindet sich das Schloss Maximilians. Davor steht das „Monumento a los Niños Héroes“, ein Ehrenmal für die Kadetten, die das Schloss gegen die US-Armee im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg 1847 zu verteidigen suchten. Der Legende nach haben sich die letzten sechs Überlebenden in die Nationalflagge gehüllt von den Klippen zu Tode gestürzt, um nicht den feindlichen Truppen in die Hände zu fallen. Das Castillo selbst wurde 1785 als Sommerresidenz des spanischen Vizekönigs erbaut. Bis dahin war es eine Einsiedelei, die nach dem Verschwinden des Aztekenherrschers errichtet worden war. Als Militärakademie wurde es bis zur Unabhängigkeit genutzt, die heutige Gestalt erhielt das Schloss auf Wunsch von Kaiser Maximilian, der es nach dem Muster seiner italienischen Villa umbauen ließ. Jetzt beherbergt es auf zwei Stockwerken das „Museo Nacional de Historica“. Am westlichen Seeufer befindet sich der Haupteingang zum „Parque Zoológico de Chapultepec“, der einen Großteil des Parkinneren einnimmt und in verschiedene Klimazonen aufgeteilt ist: Wüste, Tropen, gemäßigte Mischwaldzone, und so weiter. Die meisten Käfige sind einigermaßen annehmbar und relativ geräumig. Am interessantesten sind die Zooabteilungen, in denen die in Mexiko heimischen Tiere untergebracht sind, und das Gelände, das den Xoloitzcuintle, den unbehaarten und einzigen Nachkommen der vier präkolumbischen Hundearten, vorbehalten ist. Davon abgesehen sind natürlich Tierarten aus aller Welt vertreten: Tiger, Bären, Löwen, Elefanten - und Pandabären. Der Zoo in Mexiko-Stadt darf sich rühmen, der weltweit erste zu sein, in dem Große Pandas in Gefangenschaft Nachwuchs produzierten. Im Laufe der Jahre kam am Westrand des ursprünglichen „Bosque de Chapultepec“ neue Parkabschnitte hinzu. Diese wurden manchmal noch als „Nuevo Bosques de Chapultepec“ bezeichnet, üblicherweise jedoch meistens als Segunda Sección, das heißt zweiter Abschnitt und Tercera Sección, das heißt dritter Abschnitt. In der Segunda Sección befinden sich das „Museo Tecnológica“, das „Papalote Museo del Nino“, das „Museo de Historica Natural de la Ciudad de México“, der „La Feria“ (größter Vergnügungspark der Stadt mit diversen Attraktionen) und der „Planeta Azul“ (ein weiterer Vergnügungspark). Vom Museum für Naturgeschichte fährt der „Tren Escénio“ ab, eine Mini-Eisenbahn, die eine kurze Runde durch den Park dreht, vorbei an einigen Chiclebäumen und der Zeremonialstätte „Fuente Xochipilli“. In der Tercera Sección befinden sich der Friedhof „Panteón Civil de Dolores“ (mit den Gräbern von Diego Rivera, Jose Clemente Orozco und anderen Persönlichkeiten), der „El Rollo“ (ein Wasserpark mit Rutschen und Wellenbad) sowie „Atlantis“ (eine Art Zoo-Zirkus mit Meeressäugetieren und Seevögeln, von denen manche Dressurakte vorführen).
Besuchen sie die wunderschöne Stadt Merida. Mit circa 1 Millionen Einwohner ist sie die Hauptstadt der Insel Yucatán. Man sieht der Stadt noch immer an, dass sie eine Kolonialstadt war, und man versucht diesen Eindruck mit Hilfe von Restaurierungen beizubehalten. Die Stadt hat tolle Monumente und auch die Einwohner tragen zu dem Flair der Stadt bei.
Wer sich auf der Insel befindet sollte die wunderschönen Ruinen der Maya nicht verpassen. Tulum, ein Dorf in Nordost-Yukatán, ist recht klein und überschaubar. Dort haben die Maya-Stämme die Bauten mit Rliefs, Skulpturen und Malereien verziert. Auch in Chichen Itza oder Coba findet man alte Gebäude der Maya. In Coba kann man beispielsweise einen Tempel auf einer 24 Meter hohen Pyramide bewundern und in Kabah kann man den Palast der Masken bestaunen. Ein Blickfang, den man gesehen haben muss!
Weiterführende Links:
Einleitung
Fakten
Offiziell
| 06ckr/redschmiede