Mikronesien

Alle Fakten über Mikronesien

Die Föderativen Staaten von Mikronesien sind eine Gruppe verstreuter vulkanischer Inseln im westlichen Pazifik, zu der die östlichen und die zentralen Karolinen gehören.

Internationales Kennzeichen:

FSM

Geographische Lage:

zwischen 0° und 10° nördlicher Breite sowie 140° 39´ und 160° 55´ östlicher Länge

Landesfläche:

702 km²
22% Wald
34% Ackerland
14% Wiesen und Weiden

Ausdehnung:

W-O 2.600 km

Küsten:

6.112 km

Hauptstadt:

Kolonia

Größte Städte:

Weno (16.121 Einwohner)
Kolonia (6.660 Einwohner)
Tol (4.816 Einwohner)

Gliederung:

4 Teilstaaten (Chuuk (Truk), Kosrae, Pohnpei, Yap)

Geographisch Merkmale:

Durch das feuchtwarme Klima gedeiht auf den Inseln eine üppige Vegetation. Weite Gebiete bedecken Regenwälder.

Zeitzonen:

MEZ +9,0 bis 10,0 Stunden

Landessprache:

Mikronesische und polynesische Sprachen sowie Englisch.

Währung:

1 US-Dollar = 100 cents
Aktueller Kurs: www.wechselkurse.de

Bevölkerung:

132.000 Einwohner

Bevölkerungsdichte:

188,6 Menschen je km²

Nationalfeiertag:

10. Mai (Tag der einseitigen Unabhängigkeitserklärung von 1979); 24. Oktober (Day of the United Nations); 3. November (Tag der Unabhängigkeitserklärung von 1986)

Strom:

110/120 V, 60 Hz, Adapter erforderlich

Vorwahlen:

Von Deutschland: 00691
Nach Deutschland: 01149

Staatsform:

Bundesrepublik (in freier Assoziation mit den USA)

Staatsführung:

Präsident

Staatsreligion:

keine

Impfbestimmungen:

Zu den aktuellen Impfvorschriften und Impfempfehlung dieses Landes >> hier

Visa:

Pass, Visa und Rückreiseticket erforderlich

Die Föderierten Staaten von Mikronesien (Federated States of Micronesia) sind ein Inselstaat im westlichen Teil des Pazifischen Ozeans.

Geographie

Der Staat nimmt den größten Teil der Karolinen ein, die eine Inselgruppe Mikronesiens sind. Die Föderation besteht aus den Staaten Chuuk (früher Truk), Kosrae und Pohnpei, welche die Ostkarolinen bilden, und dem Staat Yap, der zusammen mit der unabhängigen Nation Palau die Westkarolinen bildet.

Bundesstaaten

•Chuuk, mit 294 Inseln, 127 km? und 65.000 Einwohnern
•Kosrae, mit fünf Inseln, 110 km? und 15.000 Einwohnern
•Pohnpei, mit 163 Inseln, 344 km? und 45.000 Einwohnern
•Yap, mit 145 Inseln, 119 km? und 10.000 Einwohnern

Geschichte

Die Inseln sind mindestens seit dem Ende des 3. Jahrtausend v. Chr. menschlich besiedelt. Es wird angenommen, daß sich in vorkolonialer Zeit von der Insel Yap aus ein größeres Staatswesen in der Region entwickelt hat. Als erste Europäer kamen Portugiesen im 16. Jahrhundert nach Mikronesien. Im Jahre 1696 wurden die Inseln von Spanien in Besitz genommen.

Nach dem Spanisch-Amerikanischen Krieg verkaufte Spanien die Inseln 1899 an Deutschland. Das damalige Deutsche Reich machte die Inseln zum Bestandteil seiner Kolonie Deutsch-Neuguinea.

Im Verlaufe des Ersten Weltkrieges wurden die Inseln 1914 ohne Widerstand von Japan besetzt, 1920 kamen sie als Völkerbundsmandat an Japan.

Im Zweiten Weltkrieg dient vor allem Truk als Stützpunkt für die japanischen Angriffe auf Neuguinea, den Bismarck-Archipel und die Salomonen.

Am 16. und 17. Februar 1944 wurde dieser im Rahmen der Operation Hailstone von Flugzeugen der US-Navy massiv bombardiert, wobei ein großer Teil der dort stationierten japanischen Streitkräfte vernichtet worden ist. Beim Inselhüpfen der Amerikaner wurden allerdings viele andere japanische Stützpunkte umgangen und erst nach der Kapitulation Japans übergeben. 1947 kam Mikronesien als UN-Treuhandgebiet an die USA.

Am 10. Mai 1979 ratifizierten die vier späteren Bundesstaaten die Verfassung der so gegründeten Föderierten Staaten von Mikronesien und unterzeichneten einen Vertrag über die freie Assoziation mit den USA, welcher die Zuständigkeit dieser für die Verteidigung sowie finanzielle Unterstützungen festschreibt. Der Vertrag trat am 3. November 1986 in Kraft, womit die Föderierten Staaten von Mikronesien unabhängig wurden.

Sprache

Englisch ist die Amtssprache und die meisten Einwohner beherrschen es zumindest in Grundzügen. Viele sprechen eine oder mehrere der einheimischen Sprachen. Die größten acht sind Chuukesisch, Pohnpeanisch, Yapesisch, Kosreanisch, Ulithisch, Woleai, Nukuoro und Kapingamarangisch. Einige dieser Sprachen wurden während der Geschichte zunächst von Spanisch, Deutsch, dann Japanisch und Englisch beeinflußt. Viele Ältere Einwohner sprechen Japanisch fließend.

Politik

Die Föderierten Staaten von Mikronesien sind ein demokratischer Bundesstaat mit einem präsidialen Regierungssystem in grober Anlehnung an das politische System der USA.

Als Legislative dient der Kongress mit 14 vom Volk gewählten Mitgliedern. Jeder der vier Bundesstaaten entsendet je ein auf 4 Jahre gewähltes Mitglied, die anderen zehn Kongress-Mitglieder repräsentieren je einen der nach Bevölkerungszahlen bestimmten Wahlkreise für eine Legislaturperiode von 2 Jahren.

Staatsoberhaupt ist der Präsident, welchem ein Vizepräsident zur Seite steht. Beide werden für eine Amtsperiode von vier Jahren vom Kongress aus der Mitte der von den Bundesstaaten entsandten Mitgliedern gewählt. Deren Sitze im Kongress werden dann durch eine spezielle Wahl neu besetzt. Der Präsident ernennt zur Warnehmung der Regierungsgeschäfte ein Kabinett. In den Föderierten Staaten von Mikronesien gibt es keine formellen politischen Parteien.

Jeder der vier Bundesstaaten hat eine eigene Verfassung, seine eigene gewählte Legislative und seine eigene Regierung. Die einzelnen Staatsregierungen haben erhebliche Rechte und unterhalten eigene Haushalte.

Das höchste Organ der Rechtsprechung ist der Supreme Court, welcher in eine Verfahrens- und eine Berufungsinstanz unterteilt ist. Die Richter werden auf Vorschlag und mit Zustimmung des Kongresses vom Präsidenten ernannt.

Präsidenten

Die bisherigen Präsidenten der Föderierten Staaten von Mikronesien waren:

1.) Tosiwo Nakayama (1979-1987)

2.) John Haglelgam (1987-1991)

3.) Bailey Olter (1991-1997)

4.) Jacob Nena (1997-1999, vertrat Olter seit dem 8. November 1996)

5.) Leo Falcam (1999-2003)

6.) Joseph J. Urusemal (2003-)

Wirtschaft

Die Föderierten Staaten von Mikronesien sind ökonomisch als Entwicklungsland von subsistenzieller Landwirtschaft und Fischfang geprägt. Der Abbau von hochwertigem Phosphat-Erz bildet ein weiteres wirtschaftliches Standbein. Größere Industrien gibt es bisher nicht, kleinere Betriebe erzeugen überwiegend Produkte für den heimischen Markt. Einzig industriell gefertigte Textilien sowie Souvenirs haben eine gewisse exportwirtschaftliche Bedeutung. Es besteht ein touristisches Potential, das allerdings aufgrund der Abgeschiedenheit der Inseln sowie fehlender Infrastruktur unterentwickelt ist. Der Verkauf von Lizenzen zum kommerziellen Fischfang in Hoheitsgewässern an ausländische Fischereiflotten ist der größte eigenständige Einnahmeposten. Die größte Einnahmequelle sind allerdings finanzielle Zuwendungen der USA, welche aufgrund des Assoziationsabkommens gezahlt werden.

 
 
 

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