Sambia

Alle Fakten zu dem Land Sambia

Sambia liegt im Süden Zentralafrikas und grenzt im Norden an die Demokratische Republik Kongo, wie auch an Tansania. Im Osten wird das Land von Malawi und Mosambik umringt, im Süden von Simbabwe, Botswana und dem Caprivi-Zipfel Namibias. Der Westen des Binnenlandes stößt an das Nachbarland Angola. Sambia beherbergt die Viktoria-Fälle, eins der erstaunlichsten Naturwunder der Erde.

Internationales Kennzeichen:

Z

Geographische Lage:

zwischen 8° und 18° südlicher Breite sowie 22° und 33° 45´ östlicher Länge

Landesfläche:

752.618 km²
38% Wald und Buschland
7% Ackerland
47% Wiesen und Weiden

Ausdehnung:

W - O 1300 km
N - S 800 km

Küsten:

Besitzt keine Küste.

Hauptstadt:

Lusaka

Größte Städte:

Lusaka (ca. 982.300 Einwohner)
Ndola (ca. 376.300 Einwohner)
Kitwe (ca. 348.500 Einwohner)
Mufulira (ca. 175.000 Einwohner)

Gliederung:

9 Provinzen

Geographisch Merkmale:

höchster Berg: Nyki-Plateau (Teil) 2164 m

Beste Reisezeit:

Mai bis Oktober

Ortszeit/Zeitzonen:

MEZ + 1 (UTC + 2)
Aktuelle Uhrzeiten finden Sie hier unter www.zeit-online.de

Fremdenverkehrsamt:

Zambia National Tourist Board
c/o Botschaft der Republik Sambia, Berlin
Axel-Springer-Straße 54A
10117 Berlin
Tel: (0 30) 206 29 40
Fax: (0 30) 20 62 94 19

Zambia National Tourist Board, Lusaka
Century House
Cairo Road
Lusaka
Tel: (00260 1) 22 90 87/90
Fax: (00260 1) 22 51 74

Landessprache:

Amtssprache ist Englisch. Außerdem werden 73 Stammessprachen gesprochen, einschließlich Nyanja, Tonga, Bemba, Lozi, Chokwe, Luvale und Lunda.

Währung:

1 Kwacha = 100 Ngwee
Aktueller Kurs:www.wechselkurse.de

Währungskürzel:

K, ZMK (ISO-Code)
Banknoten gibt es im Wert von 10.000, 5000, 1000, 500, 100, 50, 20, 10, 5 und 2 K. Münzen im Wert von 1 K sowie 50, 20, 10, 5, 2 und 1 Ngwee.

Kreditkarten:

American Express sowie teilweise auch Eurocard, Diners Club, MasterCard und Visa werden akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Reiseschecks:
Werden akzeptiert. Sollten in britischen Pfund oder US-Dollar ausgestellt sein.

Bevölkerung:

8.980.000 Einwohner

Bevölkerungsdichte:

11.9 Menschen je km²

Post/Telegramm/Internet:

Post: Luftpostsendungen nach Europa sind etwa 7 bis 14 Tage unterwegs.
Telegramme: Können in größeren Städten bei Telegrafenämter aufgeben werden.
Internet/E-Mail: Hauptanbieter: Zamnet (www.zamnet.zm), Coppernet und Zamtel. Internetcafés in Livingstone und Lusaka bieten E-Mail-Zugänge.
Mobiltelefon: Mobilfunkgesellschaften: Telecel (Zambia) Limited (GSM 900) und ZAMCELL (GSM 900). Der Empfangs-/Sendebereich beschränkt sich auf Lusaka und Umgebung.

Strom:

220/240 V, 50 Hz

Vorwahlen:

Nach Deutschland: 0049
Von Deutschland: 00260

Öffnungszeiten:

Geschäfte: Mo bis Fr 8 bis ca. 12.30 und 14-17 Uhr, Sa 8-12 Uhr
Büros: Mo bis Fr 8-17 Uhr (Mittagspause 12.30-14 Uhr)
Banken: Mo bis Fr 8.15-15 Uhr, Sa 8.15-11 Uhr
Telegrafenämter: Mo bis Fr 8.00-16.30 Uhr, Sa 8.00-12.00 Uhr, Sonn- und Feiertags geschlossen

Staatsform:

Präsidiale Republik

Staatsführung:

Präsident

Staatsreligion:

keine

Impfbestimmungen:

Zu den aktuellen Impfvorschriften und Impfempfehlung dieses Landes >> hier

Visa:

Visum notwendig. Dazu wird u. a. ein bei Einreise mindestens noch 6 Monate gültiger Reisepass und eine Reisebürobestätigung (Touristen) gebraucht. Antragsdauer etwa 1 Woche.

Botschaften/Konsulate:

Botschaft der Republik Sambia
mit Konsularabteilung, Berlin
Zuständigkeiten: Bundesrepublik Deutschland, Österreich
Axel-Springer Str. 54A
10117 Berlin
Sprechzeit: Mo bis Fr 9-13, 14-16 Uhr
(für Visa- Angelegenheiten)
Tel: (0 30) 206 29 40
Fax: (0 30) 20 62 94 19

Embassy of the Federal Republic of Germany, Lusaka
United Nations Avenue
Stand No. 5209
Lusaka
Tel: (00260 1) 25 06 44, 25 12 59, 25 12 62
Fax: (00260 1) 25 40 14
Email: geremblusaka@zamtel.zm
Homepage: www.germanembassy-lusaka.org

Die Republik Sambia (Republic of Zambia) ist ein Staat im Süden Afrikas. Sie grenzt an Angola, die Demokratische Republik Kongo, Tansania, Malawi, Mosambik, Simbabwe, Botswana und Namibia.

Geographie

Der größte Teil Sambias besteht aus relativ wenig reliefierten Hochebenen zwischen 1000 und 1400 m über NN. Im östlichen Landesteil werden im Muchingagebirge Höhen bis zu 2000 m über NN erreicht.

Trotz der relativen Nähe zum Äquator sind die Temperaturen wegen der Höhenlage relativ niedrig (Kalttropen), nur im Norden sind sie warmtropisch; die Regenzeit beginnt im Oktober und endet im April. Die vorherrschende Vegetation in weiten Teilen des Landes sind Savannen.

Der Sambesi entspringt in Nordsambia und bildet Sambias Südgrenze zu Namibia, Botswana und Simbabwe (Viktoriafälle), wobei er auch den aufgestauten Karibasee durchfließt.

Geschichte

•Ein Schädelfund in Kabwe (Broken Hill Skull) bezeugt frühmenschliche Besiedlung.
•1890 Teil von Rhodesien - Näheres siehe Nordrhodesien
•1918 Mörderische Epidemie der Spanischen Grippe. Kapitulation der deutschen ostafrikanischen Kolonialtruppe ("Schutztruppe") unter Generalmajor Paul von Lettow-Vorbeck bei Kasama.
•1923 unter britischem Protektorat als Nordrhodesien
•1954 (bis 1964) Teil der Zentralafrikanischen Föderation, zusammen mit Südrhodesien (heute Simbabwe) und Njassaland (heute Malawi)
• 1963 Pocken-Epidemie
•24. Oktober 1964 Unabhängigkeit von Großbritannien, Mitglied des Commonwealth
•1964 Gründung der University of Zambia in Lusaka, die zunächst auch stark auf dem ehedem angesehenen (zumeist ethnosoziologisch in ganz Zentralafrika arbeitenden) Rhodes-Livingstone Institute of Social Research fußt.

Politik

Noch im britischen Protektorat "Nordrhodesien" (vgl. dort) gewinnt Kenneth D. Kaunda 1964 mit der United National Independence Party (UNIP) die Regierungsmacht und setzt die Unabhängigkeit durch. Doch Sambias Reichtum, das Kupfer, kann weder mehr durch Süd-Rhodesien per Bahn exportiert werden (UNO-Sanktionen gegen die dortige Revolte der weißen Farmer gegen Großbritannien), noch erbringt es bei stark sinkenden Weltmarktpreisen für Kupfer hohe Einnahmen. Kenneth Kaunda vermag die steigende Korruptheit von Verwaltung und Regierungspartei nicht einzudämmen. 1973 wird Sambia zum Einparteienstaat erklärt, nachdem es Unruhen wegen der neuen Verfassung gibt. Kaunda dankt 1990 ab. Durch demokratische Reformen wird 1991 Frederick Chiluba zum neuen Präsident gewählt. Nach der umstrittenen Wahl am 2. Januar 2002 wird Levy Mwanawasa Präsident und Staatschef. Die Wahl wird von EU-Beobachtern als chaotisch bezeichnet.

Nach der Verfassung von 1991 ist Sambia eine präsidiale Republik im Commonwealth. An der Spitze der Exekutive steht der für fünf Jahre gewählte Staatspräsident, der zugleich Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist. Eine einmalige Wiederwahl ist möglich. Der Präsident ernennt den Ministerpräsidenten. Das Parlament setzt sich aus 150 gewählten Mitgliedern zusammen. Stärkste Partei ist das Movement for Multi-Party Democracy, die Partei des Präsidenten. Die Länge der Legislaturperiode beträgt 5 Jahre. 27 Vertreter ethnischer Gruppen bilden das House of Chiefs. Das Rechtswesen orientiert sich am britischen Recht sowie (meist familienrechtlich) an Stammesrecht.

Wirtschaft

Landwirtschaft und zumal Kupfer-(und Kobalt-)Bergbau (im Copperbelt, einem Bergwerksdistrikt im Norden, mit großen Städten wie Kitwe, Ndola, Mufulira usw.), in Kabwe (im zentralen Sambia) auch Zinn- und Bleibergbau.

Nützliches

Es ist verboten, Pygmäen zu fotografieren.

Weiterführende Links:
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21.11.2008