
Teneriffa hat nahezu an allen Ecken und Enden interessante, beeindruckende und imposante Sehenswürdigkeiten zu bieten. Für jeden Touristen gibt es das passende Angebot, sich kulturell, sportlich oder vergnüglich zu bereichern. Wandern in Kraterlandschaften oder Pinienwädern, Familienspaß in Freizeitparks, historische Entdeckungen in Museen und das Betrachten altertümlicher Drachenbäume sind nur ein kleiner Teil der Möglichkeiten, die die kanarische Insel so faszinierend macht. Um einen Überblick über die Besonderheiten zu verschaffen, gibt es hier die wichtigsten Highlights auf einen Blick.
Dieser riesige Freizeitpark beeindruckt mit einer Reihe von Attraktionen und tierischen sowie pflanzlichen Besonderheiten. Hier gibt es nicht nur das größte Aquarium Europas, das mit einem Unterwassertunnel die Möglichkeit schafft, den verschiedensten Haiarten direkt in die Augen zu blicken, sondern hier befindet sich ebenfalls die größte Papageiensammlung der Welt. Pinguine, Delphine, eine Tigerinsel, Alligatoren und ein Gorilla-Gehege, die allesamt in besonders konzipierten Bereichen leben, die der Natur der Tiere nachempfunden sind, ergänzen die bunte Artenvielfalt im Loro Parque. Die Hauptaufgabe der 1994 gegründeten gleichnamigen Fundación Loro Parque ist die Rettung und Aufzucht der vom Aussterben bedrohten Papageienarten. Auch die Umwelterziehung junger Menschen und die weltweite Förderung von Zucht- und Freilandprojekten mit Papageien spielt dabei eine Rolle. Die Aufzuchtstation des Loro Parques kann durch eine Glasscheibe betrachtet werden. Hier schlüpfen jährlich um die 800 Jungvögel – so kann man die Pfleger beim Füttern und Pflegen der empfindlichen Jungtiere beobachten. Vorführungen mit den verschiedenen Tieren, eine faszinierende Pflanzenpracht und gemütliche Sitzmöglichkeiten für Picknicks und auch Kinderspielplätze bieten Unterhaltungsmöglichkeiten für mindestens einen ganzen Tag. Kinder und auch Eltern werden sich hier wohl fühlen.
Der Pico del Teide ist mit 3718 Metern der höchste Berg Spaniens. Der Nationalpark Parque Nacionál de las Canadas del Teide umfasst den gesamten umliegenden Kraterbereich. Dieses Gebiet steht seit 1954 unter Naturschutz. In den unteren Regionen sind die Wiesen aufgrund des wasserspeichernden Sedimentgesteins jedoch grün, was den Guanchen und Hirten damals zu gutem Weideland verhalf. Der Pico del Teide entstand - laut einer recht schlüssigen Theorie - aus einem Urvulkan, der durch den Einsturz der darunterliegenden leeren Magmakammer vor 170.000 Jahren zusammensackte. Zurück blieb ein Felshalbkreis mit einem Durchmesser von 17 Kilometern. Das kegelförmige Teidemassiv entwickelte sich später, nachdem auch kleinere Nebenvulkane bei weiteren Ausbrüchen des Teide verschüttet wurden. Um den Gipfelpunkt des Teide zu besteigen, benötigt man allerdings eine Genehmigung der Nationalbehörde. Aber auch schon von der Rambleta, einem Absatz etwa 200 Meter unter dem Gipfel, die man mit einer Seilbahn erreicht, hat man einen atemberaubenden Blick auf Teneriffa und die umliegenden Inseln. Der Nationalpark zeichnet sich durch eine faszinierende Vulkanlandschaft mit bunten Lapillifeldern und zahlreichen interessante Pflanzenarten aus.
Das Auditorium ist eine imposante Konzert- und Kongresshalle in Santa Cruz, die seit dem Jahr 2003 ihre Pforten geöffnet hat und einer strengen Symmetrie und einer besonderen Athmosphäre unterliegt. Zum einen bietet die Halle Raum für Vorführungen des Orquesta Sinfónica de Tenerife, das dort im „kleinen Saal“ immerhin 400 Zuhörer in seinen Bann ziehen kann, zum anderen finden aber auch Veranstaltungen wie Jazzaufführungen, Opern oder weitere Musik- und Tanzstile dort einen geeigneten Rahmen. Auch für Kongresse kann man das Auditorium nutzen. Der große Saal bietet Platz für 1.660 Gäste.
Im äußeren Nordosten der Insel befindet sich das durch tiefe Schluchten und schroffe Felsen, aber auch durch grüne Nebelwälder und kleine Bergdörfer gekennzeichnete Anagagebirge. Hier kann sich der naturliebende Wanderer auf der serpentinenförmigen Bergstraße auf den Weg durch die geologisch älteste Landschaftszone Tenriffas machen. In 1000 Meter Höhe sind die Nordhänge des Gebirges oft mit Wolken verhangen, aber immer wieder hat man atemberaubende Blicke auf die seltene Flora und imposante Felsstrukturen. Für Wanderer sind im ganzen Gebiet Markierungen angebracht, um nicht vom rechten Weg abzukommen.
Der berühmte, uralte Drachenbaum in Icod de los Vinos gibt dem Ort sein besonderes Flair. Das auf rund 600 Jahre alte geschätzte Naturobjekt befindet sich im Parque del Drago und ist 20 Meter hoch. Um diesen Baum, dessen Lebenssaft sich in Kontakt mit der Luft blutrot verfärbt, ranken sich viele Mythen. Früher war der Drachenbaum und vor allem sein Saft schon den Guanchen heilig. Zunächst diente er zum Einbalsamieren der Verstorbenen, später benutze man ihn als Tinktur bei den verschiedensten Verletzungen. Heute ist der Baum Anlaufpunkt für etliche Touristen aus aller Welt. Der kanarische Drachenbaum ist der bekannteste Vetreter der Gattung Drachenbäume. Dieser wächst zwar baumförmig,ist aber weder ein Baum noch eine Palme. Er gehört zu der Familie der Mäusedorngewächse und stammt ursprünglich von den kanarischen Inseln.
Bei der Stadt Adeje im Südwesten der Insel befindet sich die so genannte Höllenschlucht. Sie ist deshalb ein beliebtes Urlaubsziel, weil sie zu den spektakulärsten Schluchten der Insel zählt. Schon die Guanchen lebten hier und später baute man terassenförmige Gärten für die Landwirtschaft. Heute steht die Höllenschlucht unter Naturschutz.
Das etwa 1000 Meter hohe Tenogebirge erhebt sich im Nordwesten der Insel und ist eines der ältesten Gebirge der Insel. Auch hier findet man tiefe Schluchten, archaische Hochebenen und Wälder, aber auch Steilküsten und fruchtbare Küstenstreifen. Die zackige Bergwelt ist bedeckt mit Tabaibas, kleinen Drachenbäumen, Dattelpalmen und Agaven. Im Frühling kann man farbenprächtige Blumenmeere bewundern. Das Naturerlebnis Tenogebirge erlebt man am intensivsten zu Fuß, man kann das Gebiet aber auch per Auto auf den kurvenreichen Rundwegen erkunden. Pause machen kann man in den kleinen Restaurants und Bars, von denen man ebenfalls beeindruckende Ausblicke auf die Berge und die Küste hat.
Bei diesen Bauwerken handelt es sich um sechs Stufenpyramiden mit rechteckigem Grundriss, die eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit den Pyramiden der Maya und der Atzteken in Mexiko aufweisen und sich im Ort Güímar befinden. Archäologen können sich die Existenz der mysteriösen Bauwerke bis heute nicht erklären. Zunächst wurde vermutet, dass es willkürliche Stein- und Erdaufschichtungen der Bauern seien, die beim Pflügen ihres Feldes die ungewollten Elemente an Rande aufschichteten, doch der berühmte Forscher Heyerdahl stellte 1991 einige gegenteilige Nachweise an. Zum einen wiesen die Pyramiden eindeutige Bearbeitungsspuren auf und der unterliegenden Boden war zuvor geebnet woden, zum anderen bestand das Baugestein nicht aus den runden Felsteinen der Umgebung, sondern aus Lavagestein. Zudem sind die Pyramiden laut den Forschungsergebnissen Heyerdahls astronomisch ausgerichtet. Zum Beispiel kann man von den Treppen der Westseiten aller Pyramiden zur Zeit der Wintersonnenwende genau der Sonne entgegentreten. Von der Plattform der größten Pyramide kann man am Tag der Sommersonnenwende einen zweifachen Sonnenuntergang erleben. Andere Informationen bezüglich des Alters oder der Herkunft der Pyramiden konnte auch Heyerdahl nicht hervorbringen. Seit 1998 kann das 65.000 Quadratmeter große Gebiet um die Pyramiden auch von der Öffentlichkeit begangen werden. Zusätzlich kann man in einem Informationszentrum genauere Angaben zu Heyerdahls Theorien bekommen.
Diese tektonisch gesenkte Zone, die vom Meer aus bis auf eine Höhe von etwa 2000 Meter bis fast zum Beginn der Las Canadas verläuft, liegt im Norden von Tenreiffa und hat ein Ausmaß von zehn mal elf Kilometern. Im Westen wird das Tal wie eine Mauer durch die gewaltige "Ladeira de Tigaiga" abgeschlossen, im Osten ist eine Begrenzung durch die "Ladera de Santa Ursula", eine steil ansteigende Bruchzone begrenzt. Der heutige Hauptort des Tals und die Touristenhochburg im Norden der Insel ist Puerto de la Cruz, der ehemalige kleine Hafen von La Orotava. Die Stadt La Orotava ist die Namensgeberin des Tals, liegt auf einer Höhe von 340 Metern und hat 38.000 Einwohner.
Dieser botanische Garten, der auch unter dem Namen Jardín Botánico de la Orotava bekannt ist oder kurz nur Botánico genannt wird, liegt im Südosten von Puerto de la Cruz. Er wurde auf Order des Königs Karl III vom Spanien im Jahr 1788 angelegt, um gesammelte exotische Pflanzen aus den spanischen Kolonien der neuen Welt an das Klima in den königlichen Gärten von Madrid zu gewöhnen.1983 wurde die Verantwortung des Gartens der autonomen Regierung von Teneriffa – Abteilung Landwirtschaft – übertragen. 1988 begann man, den Garten zu vergrößern und mit weiteren Attraktionen sowie allen baulichen Einrichtungen eines internationa bedeutenden Botanischen Gartens zu vervollständigen. Heute ist der Botanische Garten eine willkommene Oase der Ruhe mit einer Vielzahl an wunderschönen Pflanzen und bunter Blütenpracht.
Dieser herrliche Kiefernwald in einer wilden Landschaft liegt im Südosten von Teneriffa. Der Ort La Esperanza liegt in etwa 850 Meter Höhe, so dass man einen schönen Blick auf das 6 Kilometer südöstlich liegende La Laguna und das Anagagebirge hat. Der Ort hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt – dem neuen Rathaus in der Ortsmitte hat sich mittlerweile ein Kulturzentrum angeschlossen. Der Wald besteht aus breiten Zypressen, prächtigen kanarischen Kiefern, hohen Baumerika, Eukalyptus und Indischen Lorbeerbäumen. Ausflugslokale am Ende des Ortes sind beliebt wegen des breiten Angebotes an über Holzkohle gegrilltem Fleisch. Die Kiefernwälder werden im Verlauf der 50 Kilometer langen Straße, die durch La Esperanza führt, immer dichter. Auch Rast- und Grillplätze mit Schutzhütten gibt es hier und da.
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