
Vilaflor ist eine Gemeinde auf der Kanarischen Insel Teneriffa in der Provinz Santa Cruz de Tenerife. Es ist die höchstgelegene Stadt der gesamten Insel (1.400 Meter hoch) und besitzt eine Fläche von 56,26 Quadratkilometer und 1.930 Einwohner (Stand 2005). Der Ort liegt an der Nationalstraße 821 im südlichen Teil der Insel und ist vom Flughafen Reina Sofia etwa 25 Kilometer entfernt.
Außer vom meist durchreisenden Tourismus auf dem Weg zum Nationalpark Teide und zur sogenannten Mondlandschaft Paisaje Lunar, leben die Einwohner vom Abfüllen der beiden Mineralquellen Pinalito und Fuente Alta und vom Verkauf von handgemachtem Kunsthandwerk (Schnitzereien und Stickereien). Auch die hier hergestellten Kekse aus Mandeln und Honig sind auf der gesamten Insel bekannt. Trotz geringem Niederschlag wird in Vilaflor auch Landwirtschaft auf terassenförmig angelegten Trockenfeldern betrieben.
Die Kirche San Pedro, ein dreischiffiger Bau aus dem 17. Jahrhundert, ist in der kanarischen Bauweise errichtet und wirklich sehenswert. Dann gibt es hier noch die Kapelle Mirador San Roque. In ihrer Nähe entsteht der ökologische Freizeitpark Museo Guanche.
Vilaflor ist der Geburtsort des bisher einzigen mittelamerikanischen Heiligen El Hermano Pedro de Betancur (1626 - 1667), der am 31. Juli 2002 von Papst Johannes Paul II. heilig gesprochen wurde. Seither wird alljährlich ein großes einwöchiges Fest in Vilaflor abgehalten.
Oberhalb des Ortes in Richtung Teidenationalpark sind einige besonders prächtige Exemplare der kanarischen Pinie zu bewundern. Diese haben teilweise eine Höhe von 45 Metern und einen Stammdurchmesser von drei Metern. Vilaflor ist außerdem Ausgangspunkt für Wanderungen zur Paisaje Lunar oder zu den Canadas.
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