
Teneriffa ist heute eine typische Urlaubsinsel. Die Wirtschaft und die Infrastruktur hat sich folglich überwiegend auf den Tourismus eingestellt. Im Laufe der Jahre besuchten immer mehr Menschen die vielseitige Sonneninsel, Tendenz steigend: 1885 waren es 350 Touristen aus England, nur sechs Jahre später waren es 5000 Gäste im Jahr und im Jahr 2001 waren es 4,8 Millionen Urlauber. Nun sind es rund fünf Millionen Reisehungrige, die sich jährlich zu der kanarischen Insel hingezogen fühlen.
Im wesentlichen konzentriert sich der Fremdenverkehr auf die Nordküste um Puerto de la Cruz und den Süden bei Los Cristianos. Der Tourismus regte auf der Insel vielerlei Entwicklungen und Überlegungen an, die über neue Einkommensmöglichkeiten über Ökologie und Umweltschutz bis hin zu einer gelungenen Symbiose von einheimischer und internationaler Küche reichen. Auch neue Forschungszentren sind aufgrund der günstigen Lage der Insel in den letzten Jahrzehnten entstanden. Da sieht man in der Nähe von El Médano riesige Windräder, die sich im Parque Ecólio drehen, und die einerseits Strom für die gesamte Anlage erzeugen und andererseits zur Gewinnung von Daten zur Nutzung erneuerbarer Energien dienen. Außerdem gibt es unweit des Teide-Gipfels eine meteorologische Messstation und ein Observatorium.
Im Bereich der Landwirtschaft gibt es auf Teneriffa Kartoffel-, Bananen-, Tomaten- und Weinanbau. Das Problem in der Landwirtschaft ist jedoch ein empfindlicher Preisverfall beim Verkauf der Ernte, da sich oft andere, neue und preiswertere Bezugsquellen für die jeweiligen Produkte auftun. Die Tomaten zum Beispiel reifen durch den milden Winter so schnell, dass sie zur gleichen Zeit mit den holländischen Tomaten auf den europäischen Markt kommen, die im Vergleich billiger sind.
Von der Landwirtschaft ganzjährig profitieren können die verschiedenen Gastronomiebetreiber. Fast auf jeder Speisekarte findet man heutzutage eine Variante der typischen Runzelkartoffel mit Salzkruste und scharfer Soße. Allgemein ist die Inselküche eher leichter Natur, die Köche haben im Laufe der Zeit aus der schweren Kost ihrer Vorfahren leichte und schmackhafte Versionen fabriziert. Zusätzlich zu der einheimischen Kost haben sich ebenfalls andere europäische Nationalitäten ihren Platz auf der Insel erobert. Die kulinarische Palette auf Teneriffa ist gut ausgefüllt.
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