Skigymnastik

Wer vorbeugt, schützt sich selber!

Zusätzlich zu der allgemeinen Fitness und einer gesunden Ernährung sollte man sich auch speziell auf das Skifahren vorbereiten. Grund: Jedes Jahr verletzen sich viele Freizeitsportler beim Skifahren durch mangelnde Kondition und schlecht trainierte Muskelpartien: Schmerzhafte Bänderdehnungen und -risse sind meist die Folge. Das kann man verhindern. Hat man rechtzeitig vor dem Winterurlaub mit dem Aufbau eine Grundkondition begonnen, sollte man zeitgleich auch eine regelmäßige Skigymnastik hinzu nehmen: Ja richtig, so früher desto besser! Spätestens im Herbst ist es Zeit, die Muskeln, Gelenke, Herz- und Kreislauf auf das Skifahren vorzubereiten. Auf diese Weise minimiert man das Verletzungsrisiko bei der anstehenden ungewohnten sportlichen Belastung im Skiurlaub und muss keine unnötige Zeit in Krankenbetten verschwenden. Skifahren erfordert einiges an Kraft, Geschicklichkeit, Beweglichkeit und Ausdauer. Die optimale Vorbereitung wäre ein 12-monatiges Training, das die entsprechende körperliche Fitness schafft. Gut wäre es, drei bis vier Monate entsprechend zu trainieren und mindesten sechs Wochen vor Reisebeginn ist es allerhöchste Zeit, sportlich aktiv zu werden.

Ziel bei der Skigymnastik ist es, die allgemeine Ausdauerfähigkeit, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit, Dehnfähigkeit und Koordination zu verbessern. Es wird gedehnt und gestretcht, aber auch Halteübungen zu spezifischen Skifahr-Positionen wie Schneepflug oder Abfahrthocke stehen neben einer "Reaktionsschnelligkeitsschulung" auf dem Programm. In der modernen Skigymnastik werden zumeist Elemente verschiedenster Fitnessbereiche kombiniert. Sinnvollerweise beginnt man mit dem Aufwärmen - zum Beispiel lockeres Laufen oder Hüpfen auf der Stelle. Dann werden die Muskeln gedehnt und es folgt in der Regel ein Ausdauer- und Kraftteil: Liegestütze, Kniebeugen, Schrittsprünge mit lockerem Gegenpendeln der Arme und Fahrradfahren auf dem Rücken liegend - alles, was die verschiedensten Bein-, Arm-, Bauch und Rückenmuskeln kräftigt.

Für die Kondition ist Seilspringen ebenso geeignet wie Laufen auf der Stelle oder Hüpfen mit geschlossenen Beinen in verschiedene Richtungen. Die Freude an der schnellen Bewegung kann man mit flotter Musik noch steigern! Nach dem Hauptteil sollte man das Training wiederum mit Dehnübungen schließen. Die Übungen sollten am besten unter fachlicher Anleitung stattfinden, zum Beispiel in ansässigen Sportvereinen, Volkshochschulkursen oder Skiclubs. Wer dazu keine Lust oder Zeit hat, kann auch in den eigenen vier Wänden seine Pistentauglichkeit verbessern. Dabei darauf achten, dass der Ablauf "professionell" richtig ist. Umso fitter man ist, umso größer ist auch später die Freude am Skifahren, also los gehts!

Wer seine körperliche Fitness in realitätsnaher Praxis erproben möchte, hat schon vor dem Urlaub die Möglichkeit, auf den Brettern verschneite Hänge hinab zu wedeln: Stichwort Indoor skiing. Mit wenig Aufwand können die Skigymnastiktheoretiker dort überprüfen, ob sie ausreichend fit und geschult sind, um im Urlaub richtig loszulegen. Eine der sechs Indoor- skiing-Hallen Deutschlands befindet sich in Neuss und ist die höchste Indoor-Wintersportanlage in Europa. Echter Pulverschnee bietet Anfängern wie Fortgeschrittenen realistische Assoziationen einer Skipiste. Wenn dann hier die Schwünge schwingen, wie sie sollten, dann hat man sich schon fast für einen unfallfreien Winterurlaub qualifiziert. Andere Skihallen sind in Bottrop, Berlin, Wittenburg, Bispingen und Senftenberg zu finden, eine siebte Skihalle soll im Schwarzwald gebaut werden.

 
 
 

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